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Krefeld
Wie kann die City attraktiver werden?

Krefeld: Wie kann die City attraktiver werden?
Interviewer wollen Passanten an der Hochstraße, Marktstraße, Rheinstraße, am Hansa-Centrum, Ostwall, Südwall und Neumarkt befragen. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Stadt schickt vom 17. bis 24. Oktober Interviewer los und versendet Fragebögen an 2000 ausgewählte Krefelder. Freiwillige können an der Befragung zur Krefelder Innenstadt online teilnehmen. Von Norbert Stirken

Die Krefelder Innenstadt ist im Umbruch: Nach der Eröffnung von Primark im früheren Horten-Gebäude, der Fertigstellung der neuen Volksbankzentrale, den bevorstehenden Baustarts für Ostwall-Passage und Wohnstätte auf dem Gelände der ehemaligen Werkkunstschule, dem nahen Abschluss der Arbeiten an der umgestalteten Ostwall-Haltestelle und den avisierten Neubauten von Peek & Cloppenburg sowie Sparkasse an der Friedrichstraße samt Erweiterung des Schwanenmarkts an der Hochstraße bekommt die Innenstadt ein völlig anderes Gesicht.

Nach den Herbstferien starten Hochschule Niederrhein und Stadtmarketing Krefeld eine Passantenbefragung durch Interviewer und eine Bürgerbefragung mit Fragebögen per Post und Online. Die repräsentativen Erhebungen finden in der Zeit vom 17. bis 24. Oktober statt. Zehn Studenten des Instituts für angewandte Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Niederrhein sprechen nach einem Quotenplan Passanten an sieben Standorten zwischen den Wällen verlängert bis zum Hansa-Centrum an. 1000 Krefelder und auch auswärtige Besucher sollen ihre Meinung zu speziellen Aspekten der Innenstadt abgeben. Gefragt wird unter anderem nach Gründen, warum die Passanten die Innenstadt aufsuchen, wie sie sie erreichen, wie sie die Entwicklung beurteilen und vieles mehr.

Passantenbefragungen finden seit 1997 im Rhythmus von zwei bis drei Jahren statt. Die letzte stammt allerdings schon von 2009. Damals kamen knapp 30 Prozent der Interviewten nicht aus Krefeld.

Um auch die Meinung der Bürger über die Innenstadt zu erfahren, die das Zentrum selbst nicht besuchen, führt die Stadt auch eine Bürgerbefragung durch. Dazu werden in einem ersten Schritt am Montag 2000 Krefelder angeschrieben. In der Post finden sie einen Fragebogen, den sie bis November zurückschicken sollen. Sollte der Rücklauf nicht in dem Maße erfolgen, dass repräsentative Ergebnisse abzuleiten wären, folgt eine zweite Runde, in der 500 weitere Krefelder angeschrieben werden.

An dieser Befragung können auch Freiwillige online teilnehmen. Bedingung ist jedoch, dass sie sich mit ihren persönlichen Daten anmelden. Ehe die Antworten in die Auswertung gehen, wird nämlich anhand der Einwohnermeldeamtsdaten überprüft, dass es sich um "echte Krefelder" handelt. Damit wollen die Organisatoren um Professor Harald Vergossen (Hochschule Niederrhein), Uli Cloos (Leiter Stadtmarketing) und Wolfgang Ropertz (Projektleiter seit 1997) verhindern, dass die Befragung von interessierter Seite womöglich manipuliert wird. In der Vergangenheit mussten allerdings nur eine Handvoll Fragebögen aussortiert werden.

Etwa 80 Prozent der Themen sind identisch mit den Befragungen in den zurückliegenden Jahren und deshalb vergleichbar. Der Rest ist aktuellen Aspekten geschuldet. Diesmal spielt der Online-Handel eine Rolle.

"Die regelmäßige Befragung ist kein Schielen nach guten Noten, sondern liefert wichtige Hinweise für die Stadtentwicklung", erklärt der Stadtmarketingchef. Eine Auswertung der Antworten erfolgt durch die Hochschule Niederrhein. Bis Anfang kommenden Jahres soll der Bericht vorliegen. Die entsprechenden Schlussfolgerungen aus der Analyse muss die Politik selbst ziehen.

Quelle: RP
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