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Rp-Aktion Krefelder Künstler - Die Andere Weihnachtskarte
Wie Künstler Weihnachten sehen

Rp-Aktion Krefelder Künstler - Die Andere Weihnachtskarte: Wie Künstler Weihnachten sehen
Christkind 2017: So sieht es Monika Nelles auf ihrer Karte. FOTO: RP
Krefeld. In Kooperation mit drei Krefelder Künstlern gibt die Rheinische Post eine kleine Edition besonderer Weihnachtskarten heraus. Die Kunstkarten werden erstmals morgen auf dem Weihnachtsmarkt präsentiert. Von Petra Diederichs

Leuchtende Sterne, verschneite Landschaften, freche Sprüche: Die Auswahl der Grußkarten zum Fest der Feste ist nahezu unendlich. Und doch fehlt vielen etwas - das Besondere. "Es ist vieles so beliebig und austauschbar; und der Sinn von Weihnachten geht in dem schnellen Treiben und den lauten Farben unter", sagt die Künstlerin Monika Nelles. So entstand die Idee, kleine Momente des Innehaltens zu schaffen mit Karten, die nicht nur hübsch sein, sondern etwas erzählen wollen. Über denjenigen, der sie verschickt, und über denjenigen, der sie bekommt.

Wir haben hiesige Künstler um ihre Ideen gebeten und aus den Bewerbungen vier Motive ausgewählt, die nun als kleine Edition erscheinen: von Anne Kurth, Martin Lersch und Monika Nelles. Morgen werden die Kunstkarten exklusiv auf dem Krefelder Weihnachtsmarkt präsentiert. Wer sie morgen dort kauft, kann sie sich gleich von den Künstlern signieren lassen. Danach sind die Karten auf dem Weihnachtsmarkt und in Museen zu erwerben - und in der Redaktion der Rheinischen Post, Königstraße 122. Das Geld geht an die Künstler.

Die Grüße wirken mitgenommen, aber gerade darum lässt sich über ihre Wirkung nachdenken - eine weiteres Motiv von Monika Nelles. FOTO: RP

Zur Weihnacht gehören das Christuskind, die Mutter Maria und natürlich Ochs und Esel. Anne Kurth hat die Krippenszene minimalistisch, aber ausdrucksstark zusammengefasst in einer Skulptur, die Vorlage für eine Karte ist. Die Geborgenheit des Neugeborenen spiegelt sich in den haltenden Händen Marias, der Frieden findet sich in den Gesichtszügen des traulich schlafenden Kindes und des Kälbchens.

Martin Lersch hat einen Streifzug durch die Kunstgeschichte gemacht und berühmte Gemälde vom 15. Jahrhundert bis in die Neuzeit als Inspirationsquelle genutzt. Er hat Figuren und Szenen daraus im Stil der jeweiligen Maler nachempfunden und in neue Kontexte gesetzt. Franz Marc schickt seine Lämmer zur Krippe, und der Stern von Bethlehem leuchtet wie Van Goghs "Sternennacht".

Das Fest der Kinder, in dessen Mittelpunkt die Geburt eines Kindes steht, hat Monika Nelles auf ihre Weise umgesetzt: Der Arm eines Kindes trägt wie ein Tattoo die Aufschrift "Christkind" - und sagt vieles über Moden, Zeitgeist, Wünsche und Beziehungen. Auch die Blüten, die schon bessere Tage gesehen haben, und die scheinbar achtlos auf einen Karton geschriebenen Weihnachtswünsche sind Widerhaken im durchgestylten Konsumtreiben - und vielleicht tiefer und ehrlicher gemeint. Drei Künstler, vier Motive, eine Botschaft: Weihnachten!

Quelle: RP
 
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