| 00.00 Uhr

Krefeld
Wiederentdeckung des Gesellschaftsspiels

Krefeld: Wiederentdeckung des Gesellschaftsspiels
Mitveranstalterin Marijana Sipus besitzt selbst eine Vielzahl von Gesellschaftsspielen. Nun bringt sie den Spieletag der Veranstaltung "Stadt, Land, Spielt" nach Krefeld. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die begeisterte Brettspielerin Marijana Sipus und Konny Gurr vom Jugendhaus der Friedenskirche laden für kommenden Samstag in das Haus an der Mariannenstraße ein. Zehn Stunden lang kann dort jedermann neue Spiele kennenlernen. Von Lena Bender

Spiele auf dem Smartphone erfreuen sich zurzeit größter Beliebtheit. Kinder und Jugendliche ziehen durch die Straßen mit permanentem Blick auf den Bildschirm und tippen in Bussen und Bahnen wie wild auf dem Handy herum. Viele vertreiben sich so ihre Zeit, doch auch klassische Brett- oder Kartenspiele können Langeweile überbrücken. Denn anstatt sich nur alleine die Zeit zu vertreiben, sollen Gesellschaftsspiele Menschen beim gemeinsamen Tun miteinander verbinden, und genau das ist das Ziel des Projekts der Non-Profit-Veranstaltung "Stadt Land Spielt", das zum ersten Mal nun auch in Krefeld stattfindet. Dazu laden Marijana Sipus und Konny Gurr vom Jugendhaus der Friedenskirche für Samstag, 10. September, von 12 bis 22 Uhr ins Haus an der Mariannenstraße 106 ein.

Seit 2013 kommen jedes Jahr - diesmal am kommenden Wochenende - Menschen aus allen Altersklassen an einer Vielzahl von Standorten in ganz Deutschland und Österreich zusammen, um gemeinsam neue Brett-, Karten- oder Würfelspiele zu entdecken. Im Mittelpunkt steht die Absicht, das Kulturgut Spiel zu fördern, das gesellschaftliche und kulturelle Werte miteinander verbindet.

Marijana Sipus ist selbst leidenschaftliche Brettspielerin. Vor drei Jahren war sie zum ersten Mal auf der weltweit größten Messe für Gesellschaftsspiele in Essen und hat dort das Gesellschaftsspiel für sich entdeckt. Bis an die Decke türmen sich die knapp 160 Spielekartons bei ihr zu Hause. Sie hat schon selbst einen solchen Spieletag in Mönchengladbach besucht und war sofort überzeugt, dass das auch in Krefeld gut ankommen würde. "Es ist eine super Gelegenheit, um neue Spiele zu entdecken und neue Leute kennenzulernen."

Für den Spieletag werden rund 50 Spiele bereitgestellt; es steht jedoch jedem frei, sein eigenes Lieblingsspiel mitzubringen. Damit niemand wertvolle Spielezeit mit dem Lesen von Anleitungen zubringen muss, stehen Spieleerklärer bereit, die eine kurze Einführung in die Regeln geben. "Die Veranstaltung lohnt sich nicht nur für erfahrene Spieler, sondern auch für Leute, die nur selten oder gar keine Gesellschaftsspiele spielen. Es geht vor allem darum, dass Familien und Freunde Zeit miteinander verbringen und in netter Atmosphäre viele verschiedene Spiele ausprobieren können", sagt Marijana Sipus. Auch für Spielpausen ist gesorgt, in denen Snacks und Getränke angeboten werden.

Unterstützt wird das Spieleprojekt vom Deutschen Spielearchiv Nürnberg, vom Deutschen Spielmuseum Chemnitz, vom städtischen Spielezentrum Herne, vom Österreichischen Spielemuseum, vom Drübberholz-Spielezentrum Niedersachsen und vom Veranstaltungsdienstleister Planetlan.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: Wiederentdeckung des Gesellschaftsspiels


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.