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Krefeld
Wilhelm Stefen: Vater der Fischelner Eingemeindung

Krefeld. Der Geburtstag des ehemaligen Bürgermeisters von Fischeln, Wilhelm Stefen, jährte sich gestern, am 6. Juni, zum 150. Mal. Nach Lehr- und Vorbereitungszeit in Benrath bei Düsseldorf war Stefen in den Gemeinden und Stadtverwaltungen Bochum und Duisburg als Sekretär tätig. Nach seiner ersten Bürgermeisterstelle in Alpen war er ab September 1898 bis 1929 Bürgermeister der Gemeinde Fischeln. Stefen förderte während seiner Amtszeit den wirtschaftlichen Aufschwung des Dorfes. Im Jahr 1900 wurde das Krefelder Stahlwerk errichtet.

Mehrere Webereien und Färbereien siedelten sich in Fischeln an. Aus dem stillen Weberdorf wurde so ein Großstadtvorort. Die meisten öffentlichen Bauten wurden in seiner Amtszeit erbaut. So entstanden einige Schulen, das Fischelner Rathaus und die Gemeinde erwarb ein Waisenhaus. Zudem erhielt der Ort eine eigene Gasversorgung an der Vulkanstraße und ein Krankenhaus an der Anrather Straße. Die Einwohnerzahl stieg von der Jahrhundertwende bis zur Eingemeindung 1929 auf fast 10.000 Bürger an. Stefen führte die Verhandlungen zur Eingemeindung Fischelns und wurde danach Beigeordneter der Stadt Krefeld von 1929 bis 1931.

Aus Anlass seines 30-jährigen Dienstjubiläums 1928 wurde die damalige Bahnstraße nach Wilhelm Stefen benannt. Er verstarb am 5. Mai 1931 in Krefeld und wurde in dem seit 1992 unter Denkmalschutz stehenden Ehrengrab auf dem Fischeiner Friedhof beigesetzt. Anlässlich seines Geburtstages erinnerte die Stadt Krefeld mit einer Kranzniederlegung an ihn.

Quelle: RP
 
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