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Krefeld
Winterlicher Weihnachtszauber in Linn

Krefeld: Winterlicher Weihnachtszauber in Linn
Gut besucht, aber nicht ganz so voll wie im vergangenen Jahr war der Weihnachtsmarkt in Linn. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Wer das Besondere am Linner Weihnachtsmarkt erfassen möchte, sollte in der Dämmerung kommen. Diesmal gab es zwar viele Besucher, aber kein störendes Gedränge. Von Otmar Sprothen

Weihnachtliches Gebäck, Handwerkskunst, aufgekratzte Freundeskreise an den Glühweinständen, adventliche Hintergrundmusik - klassische Zutaten eines gewöhnlichen Weihnachtsmarktes. In Linn jedoch bietet der Markt weit mehr - das zeigen schon die Autokennzeichen. Besucher aus Köln, Wuppertal bis aus dem Kreis Wesel kommen in das mittelalterliche Städtchen. In der Dämmerung hebt sich die in Rottönen angestrahlte Burg romantisch vom blau-schwarzen Nachthimmel ab, die Lichter des mittlerweile auf 130 Holzbuden angewachsenen Weihnachtsmarktes ziehen sich über den Bereich der Vorburg, den Bereich hinter dem Museum, den Andreasmarkt und die Albert-Steeger-Straße hin. Die Flammen der Tischöfen der Linner Firma Clifton sorgen an den Getränkeständen für wärmende Gemütlichkeit. Von Vorteil war einmal mehr, dass der veranstaltende Linner Schützenverein die Zahl der Essstände sorgsam begrenzt hatte. Für die Kleinen wandert an beiden Tagen Georg Schicks als würdevoller Nikolaus mit seinen als Engel verkleideten Enkelinnen auf dem gesamten Marktgelände umher. Wer ein Gedicht aufsagen konnte, erhielt eine kleine Belohnung.

Für die Großen zogen die Musiker der aus Venlo kommenden Musikkapellen umher und motivieren zum Mitsingen der alten Weihnachtsweisen. Eine Aufforderung zum Mitmachen gab's auch beim Auftritt des Shantychors des Linner Männergesangsvereins auf der Bühne auf dem Andreasmarkt. Der Erfolg des Weihnachtsmarktes hängt sehr vom Wetter ab. Am Stand des Seniorenclubs "Em Cavenn" war man deshalb froh, dass Petrus für den Samstagnachmittag den Schneeregen abgestellt hatte. Dafür sorgte gestern anhaltender Schneefall für eine winterliche Kulisse. Dass in diesem Jahre weniger Besucher nach Linn kamen, war für die Kinder ein Vorteil. Es ging entspannter zu als im Vorjahr, als das übermäßige Gedränge wenig einladend gewirkt hatte. Der Schützenverein hatte darauf reagiert, indem er einen breiten Mittelsteg zwischen den Buden in der Vorburg eingerichtet und außerdem am Eingangstor den Zu- und Abgang der Besucher geteilt hatte.

Zudem hatte er eine der traditionellen Attraktionen vor allem für Kinder, die Schmiede der Oppumer Familie Saager, zur Seite verlegt, damit die Masse der Neugierigen nicht den Einlass behinderte.

Das tat der Beliebtheit keinen Abbruch. "Die Leute kommen nicht nur, um sich zu wärmen, sie kaufen auch", freute sich Pascal Saager. Auch in der Museumsscheune herrschte ständig Hochbetrieb. Der "Linner Gartenbote" bot breitgefächertes weihnachtliches Dekor und Handweber Grünwald gewebte Leinenwäsche. Auch dieses Jahr hat es der Schützenverein verstanden, das Angebot des Marktes auf das Thema Weihnachten zu konzentrieren, wodurch er ebenfalls unter vielen konkurrierenden Märkten eine herausragende Stellung besetzt.

Quelle: RP
 
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