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Krefeld
"Wir machen Mief" - Bauern bringen Gülle auf die Felder

Krefeld. Die Krefelder Landwirte werben um Verständnis, wenn es zurzeit verstärkt stinkt: "Gülle, gerne auch als Wirtschaftsdünger bezeichnet, ist in der Landwirtschaft für das Wachstum von Pflanzen unverzichtbar. Und ja, das Zeug stinkt! Uns übrigens auch. Können wir leider nicht ändern. Aber damit es weniger stinkt, verwenden wir moderne Technik", betont Paul-Christian Kükens, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen zum Start der Plakataktion des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV). Unter dem Titel "Wir machen Mief" wird es an zahlreichen Straßen zu sehen sein.

Nach Aussage des Vorsitzenden unternehmen die Landwirte alles, um Geruchsbelästigungen zu vermeiden. Wann immer möglich, würde Gülle durch Schleppschläuche oder "Gülledrill" direkt in den Ackerboden gebracht. Das sei emissionsarm und effizient und habe einen weiteren Vorteil: "Es riecht nicht so streng", so Küskens. Verstärkter Auftrag von Gülle sorgt für überhöhte Nitratwerte im Grundwasser. Die Bundesrepublik Deutschland wurde deshalb von der Europäischen Union offiziell kritisiert. Auch in Krefeld gibt es Messpegel mit überhöhten Werten.

(jon)
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