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Heimat erleben in Krefeld
Wo Kinder gefahrlos auf Safari gehen

Heimat erleben in Krefeld: Wo Kinder gefahrlos auf Safari gehen
FOTO: Andreas Schicks
Krefeld. Eine Sommernacht im Zoo ist ein ganz besonderes Erlebnis. Auf Luftmatratzen oder Feldbetten übernachten Kinder und Erwachsene in der Zooscheune, lauschen den exotischen Geräuschen der Tiere und machen eine spannende Nachtwanderung mit Schatzsuche. "Das Angebot ist besonders bei den Eltern so gut angekommen, dass wir die Zoo-Camps inzwischen speziell für Erwachsene anbieten. Eigentlich waren Kinder unsere Zielgruppe", erklärt Zoo-Sprecherin Petra Schwinn. Ihre Erfahrung: "Was für Kinder interessant ist, spricht oft auch Erwachsene an." Von Bärbel Kleinelsen

Seit 1985 hat der Krefelder Zoo sein Angebot für Familien mit Kindern beständig erweitert. Den Anfang machte damals die Zooschule im Fachwerkgebäude neben der Zooscheune. Dort werden seitdem Schulklassen unterrichtet und Lehrer fortgebildet. Die ersten Kindergeburtstage und spezielle Kinderführungen folgten 1999. "Dieses Angebot ist wirklich sehr gut angenommen worden und läuft bis heute hervorragend", sagt Schwinn.

Besonders junge Besucher möchten die Zoomitarbeiter für die Natur und ihre Tiere begeistern. "Wir können feststellen, dass das Naturverständnis bei den Kindern immer mehr abnimmt. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder draußen spielen und zumindest die heimische Flora und Fauna kennen. Deswegen finde ich auch unser Forscherhaus so wichtig, in dem genau diese Bereiche erforscht werden können."

Seit 2009 haben Kinder im Forscherhaus rechts neben der Pony-Anlage die Möglichkeit, Tiere und Pflanzen wortwörtlich unter die Lupe zu nehmen. An Mikroskopen untersuchen sie das Aussehen verschiedener Arten und Materialien und lernen heimische Insekten oder Teichtiere kennen. Zu Ostern können Besucher in diesem Haus beobachten, wie aus Hühnereiern Küken schlüpfen und heranwachsen. Mitmachen und ruhig auch mal anfassen ist in diesem Haus ausdrücklich erwünscht. "Und auch hier sind es längst nicht nur die Kinder, die mit Begeisterung eine Stabschrecke auf die Hand nehmen oder sich die quirligen Degus anschauen", erzählt die Zoosprecherin.

Richtige Zoo-Experten sind die Mitglieder des Junior-Clubs, die sich seit über zehn Jahren ein Mal im Monat an einem Samstag treffen. Mitmachen können Kinder ab sechs Jahren. Aktuell sind es rund 100 Junior-Kids, die intensiv das Gelände an der Uerdinger Straße entdecken.

"Familienfreundliche Eintrittspreise haben in unserem Zoo ja Tradition. Seit wir aber in jede Willkommenstasche des Kinderschutzbundes für frischgebackene Eltern eine Jahreskarte für den Zoo legen, sind noch mehr Eltern mit ihren Babys bei uns, die häufig auch nach Ablauf des Jahres weiter dem Zoo treu bleiben", berichtet Petra Schwinn. Solche Angebote würden zwar besonders sozial schwachen Familien helfen, seien aber generell bei Eltern sehr beliebt. "Wir wissen vom Kinderschutzbund, dass sich viel mehr Eltern von Neugeborenen melden und nach einer solchen Tasche fragen, seit es darin die Zoo-Jahreskarte gibt."

Da die Freizeit von Schulkindern bekanntlich begrenzt ist, hat das Zoo-Team in diesem Jahr zum ersten Mal eine ganztägige Ferienbetreuung angeboten. Ohne Zeitdruck können die Ferienkinder den Zoo-Alltag erleben und Tiere beobachten. Ebenfalls zu den neueren Angeboten zählen die Event-Führungen zu St. Martin oder Nikolaus und die Zoo-Olympics, spaßige Wettkämpfe zwischen Tier und Mensch, die es in diesem Jahr zum dritten Mal gab. Halloween feiert der Zoo übrigens am Samstag, 31. Oktober, von 18 bis 21 Uhr. Und einen Lichterumzug gibt es am Samstag, 7. November, ab 17.30 Uhr.

Quelle: RP
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