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Krefeld
Wohnstätte: Ab Januar starker Lkw-Verkehr

Krefeld: Wohnstätte: Ab Januar starker Lkw-Verkehr
Die Petersstraße (vorn) wird in knapp drei Wochen starken Lkw-Verkehr aufnehmen müssen. Rechts die Baustelle des Wohnstätte-Neubaus; hinten links ein Teil des Geländes der künftigen "Ostwall-Passage". FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Nach den Feiertagen wird es zwischen Ostwall und Behnisch-Haus laut und eng, wenn der Aushub für die so genannte Ostwall-Passage beginnt. In der gesamten Stadt ist die Wohnstätte AG mit umfangreichen Projekten beschäftigt. Von Jochen Lenzen

Im Rahmen einer Klausurtagung haben Thomas Siegert, Vorstand der Wohnstätte AG, und seine Geschäftsbereichsleiter den neuen 15-köpfigen Aufsichtsrat bei einer Rundfahrt durch die Stadt über den Stand der Projekte der 100-prozentigen Stadttochter informiert.

. . . . wo nun zum 1. Februar 24 Wohnungen und fünf Geschäftslokale bezugsfertig werden. FOTO: T. Lammertz

An der Ecke Peters- und Neue Linner Straße ist auf dem Grundstück der ehemaligen Werkkunstschule die Baustelle für den neuen Verwaltungsbau der Wohnstätte eingerichtet und ein großer Baukran aufgestellt worden. "Zunächst wurden die Grundleitungen verlegt und die Bodenplatte gegossen. Bis zu den Festtagen wird es mit Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels noch keinen starken Lkw-Verkehr gegeben", sagt Siegert. Doch Ende Januar, Anfang Februar soll der Rohbau schon so weit fortgeschritten sein, dass er über das Untergeschoss, in dem eine Tiefgarage mit 31 Stellplätzen gebaut wird, herausragen und bis Anfang Juni fertig sein wird.

Auch gegenüber wurden in den Wochen vor Weihnachten mit Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft zunächst nur vorbereitende Arbeiten absolviert. Erst im Januar wird dort mit den Spezialtiefbauarbeiten für das "Ostwall-Passage" genannte Projekt begonnen, das mit seinem zentralen Platz und den Aufweitungen für die Gastronomie zur Petersstraße hin tatsächlich mehr als eine Passage ist. "Dann", so Siegert, "wird auf der 2200 Quadratmeter umfassenden Fläche mit dem 3- bis 3,50 Meter tiefen Aushub begonnen, was dann starken Lkw-Verkehr mit sich bringen wird".

Vorher und nachher: Eingeschossige Häuserreste prägten seit dem Krieg die Ecke Werkstätten- und Maybachstraße . . . FOTO: T. Lammertz

Für die Herbertzstraße in Oppum läuft derzeit ein europaweit ausgeschriebener Architektenwettbewerb. Dort sollen auf 30. 000 Quadratmetern rund 175 Wohnungen, etwa drei Dutzend davon in Einfamilienhäusern, entstehen. Für diesen Wettbewerb haben sich laut Siegert 15 Büros gemeldet. Die Sitzung des Preisgerichts ist für den 3. Februar terminiert. Die Entwürfe aller Teilnehmer werden dann ab Mitte Februar bis einschließlich 1. März öffentlich ausgestellt. Mit den ersten drei Preisträgern wird die Wohnstätte dann ein europaweites Vergabeverfahren durchführen.

Das Projekt, das als Nächstes fertig wird, ist das Objekt an der Ecke Werkstätten- und Maybachstraße in Oppum. Dort werden 24 Wohnungen und fünf Geschäftslokale im Erdgeschoss zum 1. Februar bezugsfertig.

In Linn sind die 21 Seniorenwohnungen am Quartelkämpchen bereits vermietet und ab Anfang November bezogen worden. Im Erdgeschoss hat die "Seniorenheime Krefeld gGmbH" Räumlichkeiten als Beratungsstützpunkt für die Bewohner angemietet.

An der Königsberger-/Rathenaustraße in Linn sind der alte Torboden und die dortigen Wohnungen abgerissen. Mitte 2016 beginnen die Bauarbeiten für zwei Häuser mit insgesamt 16 bis 18 Wohnungen. An der Rathenaustraße 43-53 entstehen ab Jahresbeginn 2016 zudem sechs Miet-Einfamilienhäuser.

Besonders aktiv ist die Wohnstätte, wie ausführlich berichtet, in Gartenstadt. Östlich der beiden bereits bezogenen von künftig sieben Punkthäusern baut die Wohnstätte an der Platanenstraße voraussichtlich ab dem ersten Quartal nächsten Jahres 14 schlüsselfertige Miet-Einfamilienhäuser. Sie sollen nach etwa zehnmonatiger Bauzeit Anfang 2017 bezugsfertig sein. An der Breslauer Straße sind in zwei umgebauten Häuserzeilen bereits 48 Wohnungen bezogen; die dritte Häuserzeile befindet sich im Umbau. Hinter dem Netto-Markt, ebenfalls an der Breslauer Straße, laufen derzeit die Abrissarbeiten. Ab Sommer nächsten Jahres entstehen dort in 18-monatiger Bauzeit ein neuer Netto-Markt und 36 öffentlich geförderte Mietwohnungen.

Für das zurzeit noch von der Wohnstättenverwaltung genutzte Gebäude aus den 50er Jahren an der Ecke König- und Carl-Wilhelm-Straße gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird es zu Wohnungen und Büros im Erdgeschoss umgebaut, oder es wird, was die Wohnstätte AG bevorzugt, zugunsten eines Neubaus mit Wohnungen abgerissen. Eine Entscheidung wird im ersten Halbjahr 2016 fallen.

Quelle: RP
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