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Krefeld
Wolf ist Mottotier des Folklorefests

Krefeld: Wolf ist Mottotier des Folklorefests
Das Mottotier des Festivals, den Wolf, präsentieren (v.l.) Vorsitzender Jordi Preußer, Schatzmeister Wolfgang Hunzinger und Sprecherin Bella Dura vom Verein Initiative Folklorefest. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Am 24. und 25. August steigt das Folklorefest auf dem Platz an der Alten Kirche. Das Mottotier des Festivals ist in diesem Jahr der Wolf. Die Veranstalter erwarten 12.000 Besucher. Von Otmar Sprothen

Seit 1978 hat sich das Krefelder Welt- und Folkmusikfestival weit über die Region hinaus einen Namen gemacht als fröhlicher und friedlicher Musikevent der freien Kultur. Zum 41. Mal findet das Folklorefest statt: am 24. und 25. August auf dem Platz an der Alten Kirche, der wegen der Baumaßnahmen am "Bröckske" und den Leitungsverlegungen auf der Hochstraße nur eingeschränkt nutzbar ist. Der Platz reicht aber für eine Haupt- und Nebenbühne. Wieder wird der Nebenplatz die "Fressmeile" aufnehmen. Hier können die bei stabilem Wetter erwarteten bis zu 12.000 Besucher verweilen und an Tischen internationale Spezialitäten genießen. Fünf Straßenmusiker werden an beiden Festivaltagen für Unterhaltung sorgen. Für die Kleinsten steht am Schwanenbrunnen das vom Schwanenmarkt gesponsorte Märchenmuseum. Der kleine Wagen fasst neben der Märchenerzählerin fünf Kinder. Die draußen in der Schlange Wartenden unterhält ein Gaukler und Jongleur. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Frank Meyer übernommen, der in jungen Jahren das Folklorefest als Helfer unterstützt hat. Der OB hat sich eine bretonische Band gewünscht, ein Wunsch, den die Veranstalter mit der Gruppe "Epsylon" erfüllen, die keltischen Folkrock bietet.

Die Veranstalter haben einen Stamm von 120 ehrenamtlichen Helfern, weitere sind willkommen. Diese erhalten das vom Kommunalen Integrationszentrum gesponsorte Helfer-T-Shirts mit dem Aufdruck "NRWeltoffen gegen Rassismus", Verpflegung und Einladungen zu Musikveranstaltungen. Die Kosten der Veranstaltung belaufen sich wie im vergangenen Jubiläumsjahr auf rund 100.000 Euro. "Wir achten sehr auf die musikalische Qualität der Akteure", sagt Schatzmeister Wolfgang Hunzinger. "Die Kosten steigen, und so sind wir auf Sponsoren angewiesen." Mit zehn Prozent der Kosten beteiligt sich die Stadt Krefeld am Festival.

Es ist gute Tradition, immer ein Mottotier zu wählen. In diesem Jahr ist es der Wolf. Durchs Programm führt der Moderator und Poetry Slammer Johannes Floehr. Das Programm ist hochklassig und bunt. Nach Beatboxing mit Blues, Reggae und Soul der Alternativ-Pop-Band "Riders Connection" fegt die Brasilianerin Flavia Coelho als Gesangs- und Tanzwirbelwind über die Bühne. Für regionale Musiker steht die Rhein-Ruhr-Stage dem Projekt der "Feuersteins" aus dem Ruhrpott zur Verfügung.

Zwölf rumänische Musiker der Fanfare Ciorlarlia kommen mit Roma-Rhythmen. Damit das Tanzen zum gepfefferten Balkan-Funk klappt, wurde Tanzlehrer Tobias Schneider verpflichtet. Aus dem Nahen Osten stammt die in London lebende Band "Shamstep" mit ihrer Mischung aus arabisch beeinflussten Synthesizer-Sounds im Hip-Hop-, Funk- und Rockrhythmus. Das Programm bietet keine heimische Band. Ist Krefeld keine Musikstadt? "Uneingeschränkt doch", sagt Vereinsvorsitzender Jordi Preußer. "Krefeld wird oft unterbewertet. Hier gibt es viele Bands, von deren Können die Öffentlichkeit noch keine Notiz genommen hat."

Quelle: RP
 
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