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Kundgebung am 1. Mai
Krefelder DGB lädt griechischen Finanzminister Varoufakis ein

Porträt: Varoufakis – Medienexperte und Ex-Finanzminister
Porträt: Varoufakis – Medienexperte und Ex-Finanzminister FOTO: dpa, el ase
Krefeld. Yanis Varoufakis soll an der Maikundgebung am 1. Mai im Stadtgarten teilnehmen. Die Einladung liegt in Athen.

Ralf Köpke hat sich etwas einfallen lassen, um für die Mai-Kundgebung in Krefeld die Werbetrommel zu rühren. Er hat den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis für den 1. Mai in die Seidenstadt eingeladen.

Die Krisenpolitik der Europäischen Union gegenüber Griechenland habe einseitig auf einen radikalen, harten Sparkurs gesetzt, der mit zu einer sozialen Katastrophe geführt habe", erklärte der Krefelder DGB-Vorsitzende, Ralf Köpke, gestern in einer Pressemitteilung.

Aus Solidarität mit den Arbeitnehmern in Griechenland und als Zeichen gegen einen "ausufernden Populismus und eine nicht mehr erträgliche Hetze gegen die griechische Bevölkerung" habe der Deutsche Gewerkschaftbund (DGB) seine Einladung an Yanis Varoufakis zur Teilnahme an der Maikundgebung im Stadtgarten ausgesprochen.

Porträt: Alexis Tsipras - selbsternannter Retter Griechenlands FOTO: dpa, sp ase tba

Es müsse endlich Schluss sein mit einer Sparpolitik, die vor allem auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen werde, und in Griechenland wie in anderen Ländern zu skandalösen Lebensverhältnissen geführt habe.

800.000 Menschen in Griechenland hätten keine Krankenversicherung, über 50 Prozent der Jugendlichen seien arbeitslos, Sozialleistungen würden dramatisch gesenkt - aber die Verursacher der Krise würden nicht zur Verantwortung gezogen, sagte Köpke weiter. Der politische Kurswechsel der EU müsse jetzt eingeleitet werden, in Griechenland und in allen anderen Krisenländern - weg von Spardiktaten, hin zu Investitionen.

Mit Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen der Linken sei Kontakt mit der griechischen Regierungspartei Syriza aufgenommen worden. "Die Einladung liegt in Athen, nun warten wir auf eine Rückmeldung." Eine Zusage wäre eine kleine Sensation.

Porträt: Das neue Kabinett in Athen FOTO: ap
(sti)
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