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Krefeld
Zahl der Baulandverkäufe steigt stark an

Krefeld. Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik stellte gestern für 2016 die Auswertung der Steuerunterlagen für Baulandverkäufe vor und lieferte dazu Vergleichszahlen aus den beiden Vorjahren. Von (von Norbert Stirken

Die Zahl der Verkäufe von Bauland ist in Krefeld im vergangenen jahr deutlich gestiegen. 64 Fälle haben die Statistiker beim Landesamt für Datenverarbeitung (IT.NRW) registriert. Das ist eine Zunahme im Vergleich zu 2105 von 88,2 Prozent. Krefeld liegt damit erheblich über dem Landesdurchschnitt von plus 16,3 Prozent. Mit den 64 Verkäufen geht eine veräußerte Fläche von 66.080 Quadratmetern einher. Im Vorjahr wechselten in der Seidenstadt 34 baureife, unbebaute Grundstücke mit einer Fläche von 124.483 Quadratmetern den Eigentümer. Im Jahr 2014 waren es sogar nur 30 Fälle mit 19.566 Quadratmetern.

Damals erzielte der Verkäufer allerdings mit druchschnittlich 197,02 Euro pro Quadratmeter den höchsten Preis. 2015 waren es lediglich 67,18 Euro, und vergangenes Jahr waren es 161,96 Euro. Zum Vergleich: In Düsseldorf betrug der Durchschnitt 911,57 Euro, in Duisburg 333,46, in Essen 485,51 und in Mülheim 293,94 Euro. Mönchengladbach lag bei 107,43 Euro.

Die Zahlen sind insofern wenig aussagekräftig, da nicht zwischen Grundstücken für Wohn- und für Gewerbebauten unterschieden wird. Dort, wo viele Flächen für Neubauten im gewerblichen Sektor, veräußert worden sind, liegt der Preis unter den Richtwerten. Die bewegen sich in Krefeld für Wohnungsbau im Durchschnitt um die 300 Euro pro Quadratmeter, für Gewerbe um die 70 bis 80 Euro.

Im Jahr 2016 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 5792 Baulandverkäufe mit einer Gesamtfläche von mehr als sechs Millionen Quadratmetern und einem Gesamtverkaufswert von 681 Millionen Euro getätigt. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, ergibt sich daraus rein rechnerisch ein durchschnittlicher Kaufwert von 113,37 Euro je Quadratmeter Bauland.

Gegenüber dem Jahr 2015 stieg die Zahl der Baulandverkäufe in Nordrhein-Westfalen um 16,3 Prozent. Die veräußerte Fläche erhöhte sich um 10,5 Prozent und die Kaufsumme um 15,8 Prozent. Der durchschnittliche Kaufwert je Quadratmeter war um 5,25 Euro höher als im Jahr 2015 (damals: 108,12 Euro).

Spitzenreiter bei den durchschnittlichen Kaufwerten pro Quadratmeter der fünf Regierungsbezirk in NRW war Düsseldorf (164,82 Euro) gefolgt von Köln (145,46 Euro). Den niedrigsten Kaufwert verzeichneten die Statistiker für den Regierungsbezirk Münster mit 74,38 Euro pro Quadratmeter. In die Statistik der Baulandverkäufe fließen nur die von den Grunderwerbsteuerstellen der Finanzämter gemeldeten Daten über durch Kauf erworbene unbebaute Grundstücke von mindestens 100 Quadratmetern Größe ein, soweit die Grundstücke in den Baugebieten der Gemeinden liegen und somit Baulandeigenschaft besitzen.

Quelle: RP
 
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