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Gegen den Landestrend
Zahl der Homo-Ehen steigt in Krefeld

Krefeld. In der Stadt führte der Weg im vergangenen Jahr 23 gleichgeschlechtliche Paare ins Standesamt. 2014 waren es 21. In beiden Zeiträumen waren es zehnmal Frauen, die die Partnerschaft unterschrieben. Von Norbert Stirken

In Köln ist die Zahl der Homosexuellen, die in Nordrhein-Westfalen den Bund fürs Leben schließen, immer noch am höchsten. 275 Paare gründeten im vergangenen Jahr eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft. 2014 waren es noch 302 Paare gewesen, die sich trauten. In Krefeld liegen die vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) ermittelten Zahlen deutlich unter denen aus der Domstadt am Rhein. Jedoch ist der Trend in der Seidenstadt ein anderer. Dort steigt die Häufigkeit der "Eheschließungen" von Homosexuellen. In der Summe ist ein Anstieg um 9,5 Prozent festzustellen. Bei den Männern bilanzieren die Statistiker ein Plus von 18,2 Prozent, bei den Frauen ist die Zahl konstant. Für NRW insgesamt gilt, der Trend ist rückläufig.

In Krefeld führte der Weg im vergangenen Jahr 23 gleichgeschlechtliche Paare ins Standesamt. 2014 waren es 21. In beiden Zeiträumen waren es jeweils zehnmal Frauen, die im Sinne des Gesetzes eine Lebenspartnerschaft eingegangen sind. Bei den Männern waren es 13 Paare in 2015 und elf in 2014.

In den nordrhein-westfälischen Standesämtern wurden im vergangenen Jahr 1663 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften beurkundet. Wie IT.NRW als statistisches Landesamt mitteilt, waren das drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2014: 1715). Seit dem Jahr 2014 werden entsprechende Daten im Rahmen der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung bei den Standesämtern erhoben.

857 weibliche und 806 männliche Paare gaben sich 2015 in Nordrhein-Westfalen das "Ja-Wort". Frauen waren bei den im Jahr 2015 in Nordrhein-Westfalen begründeten gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften im Durchschnitt 40,6 Jahre, Männer 43,4 Jahre alt. Eheschließende waren dagegen zum Zeitpunkt der standesamtlichen Trauung mit 34,5 beziehungsweise 37,3 Jahren um etwa sechs Jahre jünger. Der Altersunterschied der Lebenspartner lag bei 30 Prozent der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften zwischen zwei bis unter fünf Jahren.

Bei 85 Prozent der im vergangenen Jahr beurkundeten gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften besaßen beide Personen die deutsche Staatsangehörigkeit. Auf die Zulässigkeit, eine Lebenspartnerschaft im Inland zu begründen, finden sowohl für einen Deutschen als auch für einen Ausländer stets deutsche Vorschriften Anwendung. In 1,7 Prozent der Fälle waren beide Partnerinnen oder Partner Ausländer.

Die landesweit höchste Zahl an neu begründeten gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften wies auch im Jahr 2015 die Stadt Köln mit 275 Fällen auf. Auf den weiteren Plätzen lagen Düsseldorf (115) und Essen (72). Die niedrigsten Werte ermittelten die Statistiker für den Kreis Höxter (5) sowie für die Stadt Bottrop und den Kreis Olpe (jeweils 7).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, gab es nach den Ergebnissen des Mikrozensus in NRW im Jahr 2015 insgesamt 22.000 eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.

Quelle: RP
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