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Krefeld
"Zehn vor acht": Auftakt der Kammerkonzerte

Krefeld. Der seltsame Titel des ersten Kammerkonzertes der neuen Saison "Zehn vor acht" am Sonntag, 11. September, deutet nicht etwa auf die Anfangszeit dieser Matinee hin, es ist vielmehr ein Hinweis darauf, dass zunächst "Dixtuor" - ein Werk für Bläserquintett und Streichquintett von Jean Francaix - erklingt und anschließend das Oktett F-Dur D803 für Klarinette, Horn, Fagott, Streichquartett und Kontrabass von Franz Schubert.

Jean Francaix schuf mit seinem Opus in der außergewöhnlichen Besetzung ein Werk, das die beteiligten Musiker als "Gute-Laune-Musik" bezeichnen. Die Ecksätze sprühen nur so von witzigen kompositorischen Einfällen, das ruhige Andante lässt den Bläsern den Vortritt, und das an dritter Stelle stehende Scherzo ist ein schwungvoller Tanzsatz.

Mit seinem sechssätzigen Oktett wollte sich Schubert nach eigenem Bekunden "den Weg zur großen Sinfonie bahnen". Er orientierte sich dabei am Septett seines übergroßen Vorbildes Ludwig van Beethoven. Dem Zuhörer begegnen Züge des Divertimentos und sinfonische Momente. Wie Beethoven fügt Schubert an vierter Stelle einen Variationssatz ein, dessen Thema aus einem eigenen Vokalwerk stammt, aus dem Liebesduett seines frühen Singspiels "Die Freunde von Salamanca".

Es musizieren: Chisato Yamamoto und Ellen Tillmann, Violine; Albert Hametoff, Viola; Lorena Meiners-Nitsch, Violoncello; Holger Saßmannshaus, Kontrabass; Sylvie Ansorge, Flöte; Detlef Groß, Oboe; Jens Singer, Klarinette, Eugenie Ricard, Fagott und Christian Schott, Horn.

Sonntag, 11. September, 11 Uhr, Theater , Glasfoyer, Eintritt: 11,50 Euro.

(OEH)
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