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Krefeld
Zoff um Privatmüll von Eishockey-Spielern

Krefeld: Zoff um Privatmüll von Eishockey-Spielern
Eishockey-Spieler sollen ihren Privatmüll mit Autos von zuhause zum König-Palast gefahren haben. Eine Videokamera filmte die Spieler. FOTO: Lammertz
Krefeld. Eishockey-Spieler Jim Fahey und mehrere Mannschaftskollegen sollen ihren Privatmüll in Containern des König-Palastes entsorgt haben. Eine Videokamera liefert Beweismaterial. Die Spieler weisen die Vorwürfe zurück. Von Sven Durgunlar

Es ging um Alles oder Nichts. Ausgerechnet vor dem wichtigen Spiel der Krefeld Pinguine gegen Straubing fand Eishockey-Verteidiger Jim Fahey die Nachricht in seiner Kabine vor, dass die Polizei eingeschaltet werde, wenn er es nicht unterlasse, seinen Müll in Containern des König-Palastes zu entsorgen.

Eine wenig motivierende Nachricht vor dem entscheidenden Spiel seiner Mannschaft im Kampf um den Einzug in die Pre-Playoffs. Besonders Torwart Scott Langkow soll empört über die Vorwürfe gewesen sein.

Krähen pickten die Müllsäcke auf

Ist es unangemessen, als Arbeitgeber einen Spieler wegen falscher Müllentsorgung mit Polizeieinsatz zu drohen? Nein, sagt KEV-Geschäftsführer Wolfgang Schäfer. Schließlich sei von einem Polizei-Einsatz nie die Rede gewesen. Stattdessen habe man den Spielern wiederholt erklärt, bei Nichtbeachtung der Anweisung Strafanzeige gegen sie zu erstatten. Und das mit gutem Grund.

Videoaufzeichnungen zufolge sollen mehrere KEV-Spieler ihren privaten Müll zum König-Palast gefahren und dort neben den Müll-Tonnen liegen gelassen haben. Die Kamera filmte, wie KEV-Spieler Jim Fahey an einem Sonntagmorgen um 8.36 Uhr den Müll aus seinem Wagen am König-Palast abstellte. Die Folge: Krähen pickten die Müllsäcke auf und verteilten Baby-Windeln und Essensreste auf dem Platz vor der Veranstaltungshalle. Für den Eishockey-Verein ein unhaltbarer Zustand. "Daraufhin haben wir den Spieler angeschrieben", Wolfgang Schäfer.

Der Drohung seitens der Geschäftsführung vorausgegangen sei ein Aushang in der Kabine der Eishockey-Mannschaft, ebendiese Müll-Entsorgung zu unterlassen. Schließlich sei Fahey nicht der einzige Spieler, dem die Geschäftsführung den Vorwurf zur Last legt. "Es waren zwei oder drei weitere Spieler", so Schäfer.

Einen Polizeieinsatz im König-Palast muss der Eishockey-Verteidiger gleichwohl nicht befürchten. "Für solche Vorwürfe fahren wir nicht raus", sagt Polizeisprecher Dietmar Greger. Stattdessen sei es ratsam, den Müll auf Kosten des Verursachers von der städtischen Entsorgungsgesellschaft entfernen zu lassen, so Greger. Das sei vor allem deswegen möglich, weil wegen der Videoaufnahme der Verursacher eindeutig identifizierbar sei.

Quelle: RP
 
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