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Krefeld
Zuschuss steigt um 300.000 Euro auf 3,3 Millionen Euro

Krefeld: Zuschuss steigt um 300.000 Euro auf 3,3 Millionen Euro
Der Königpalast bleibt die Heimstätte der Krefeld Pinguine. FOTO: Archiv. TL
Krefeld. Nach Informationen unserer Redaktion steigt der Zuschuss der Stadt Krefeld für die Seidenweberhaus GmbH um rund 300.000 Euro auf 3,3 Millionen Euro im Jahr. Ein Großteil der Erhöhung geht wohl auf die Neuverhandlung der Nutzungsbedingungen des Eishockey-Vereins Krefeld Pinguine für den Königpalast (Köpa) zurück - wie viel genau, ist nicht bekannt; die Zahlen sind nicht-öffentlich. Zuschüsse für städtische Töchter zahlt die Stadt.

Zuvor war aus dem Aufsichtsrat der Seidenweberhaus GmbH mitgeteilt worden, dass SPD und CDU sich auf eine Zusammenarbeit zwischen Verein und Köpa geeinigt haben, die die Zukunft des Eishockeys in Krefeld sichern und den wirtschaftlichen Belangen des Köpa gerecht werden soll.

In der Politik ist die Einigung nicht unumstritten. Die Grünen lehnen die Vereinbarungen ab. "Leider macht es die rechtlich gebotene Verschwiegenheitspflicht unmöglich, unsere Kritik inhaltlich zu begründen und mit Zahlen zu belegen", so der für die Grünen im Aufsichtsrat sitzende Ratsherr Daniel John. Gleichwohl sei die Zeit gekommen, im erlaubten Umfang endlich Klartext zu reden, erklärte er gestern. Selbstverständlich seien auch die Grünen für den Erhalt des Eishockey-Standortes Krefeld und hegten große Wertschätzung für die Rolle der Pinguine für die Stadt. Doch die direkte und indirekte Unterstützung des KEV in einer mit immensen Altschulden belasteten, sich noch immer in der Haushaltssicherung befindenden Kommune müsse Grenzen haben. Es brauche eine Allianz von Pinguinen, Privatwirtschaft, Bürgern und der Stadt, so John weiter. Die Stadt könne ihren Beitrag etwa durch die kostenfreie Bereitstellung der Halle leisten; "dann aber müsse das Sponsoring städtischer Töchter zwingend vollständig und dauerhaft zurückgefahren werden".

(vo)
 
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