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Krefeld
Zwei Bürgervereine schließen Lücke nach Auflösung des BV Süd

Krefeld: Zwei Bürgervereine schließen Lücke nach Auflösung des BV Süd
Die Vorsitzenden der Bürgervereine Dießem, Philipp Geldmacher (l.), und Lehmheide, Bernd Albrecht. FOTO: cpu
Krefeld. Die Vereine Dießem und Süd-West - jetzt Lehmheide - reichen jetzt bis zur Kölner Straße. Von Carola Puvogel

Die Bürgervereine (BV) Dießem und Süd-West haben in einer gemeinsamen außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen, die nach der Auflösung des Bürgervereins Süd entstandene Lücke zu schließen. Beide Vereine werden zukünftig ihr Einzugsgebiet vergrößern, und zwar jeweils bis zur Mitte der Kölner Straße - ein in Krefeld einmaliger und somit fast historischer Vorgang, wie Philipp Geldmacher, Vorsitzender des Bürgervereins Dießem anmerkte. "Wir lassen die Bürger nicht alleine", machte Bernd Albrecht. Vorsitzender des Bürgervereins Süd-West, deutlich. Die für die Gebietserweiterung notwendigen Satzungsänderungen wurden jeweils einstimmig beschlossen.

Der Bürgerverein Süd-West hatte noch einen weiteren Punkt auf der Tagesordnung: Er änderte, ebenfalls per einstimmigem Beschluss, seinen Namen auf "Bürgerverein Lehmheide". Damit ist nun eine eindeutigere Zuordnung des Bürgervereins zum Stadtbezirk möglich, deckungsgleich zur offiziellen Bezeichnung Dießem/Lehmheide. Auf der Internetseite des Arbeitskreises Krefelder Bürgervereine (AKB) www.akb-krefeld.de wurden die neuen Gebietsgrenzen auf Initiative des Vorsitzenden Manfred Grünwald in die dort abrufbare Karte bereits eingetragen.

In einem informativen Vortrag zur Historie beider Stadtbezirke gab Georg Opdenberg im Anschluss teils amüsante Details aus der Geschichte Dießems und der Lehmheide preis: Zum Beispiel, dass vom Dießem aus mit dem Münkerhof (Blücher-/Viktoriastraße) als Haupthof des Klosters Meer die Besiedlung des "Krähenfeldes" Krefeld erfolgte, Dießem somit die Wiege Krefelds sei. Und dass der Name Lehmheide aufgrund der Lage des Hauptfriedhofs auch ein Synonym für Sterben und Tod war: "Dann kanns do mech op de Lehmheid besöcke kueme", hieß es zu alten Zeiten, berichtete Opdenberg.

Quelle: RP
 
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