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Krefeld
Zweitliga-Handball künftig im Königpalast?

Krefeld: Zweitliga-Handball künftig im Königpalast?
Krefelds Sportdezernent Thomas Visser. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die FDP fordert die Verwaltung auf, Alternativen für die Handballspielgemeinschaft (HSG) zu prüfen.

Die FDP-Stadtratsfraktion bedauert den Verzicht der Handballspielgemeinschaft (HSG) auf einen möglichen Start in der kommenden Saison in der Zweiten Handballbundesliga, weil die Glockenspitzhalle mit 300 Flüchtlingen belegt ist. Schweren Herzens hatte der Vorstand um HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz am Dienstag bekanntgegeben, dass der Club keine Lizenz beim Deutschen Handball-Bund (DHB) für die zweithöchste deutsche Spielklasse beantragen wird. Hauptgrund dafür ist, dass in der Glockenspitzhalle 300 Flüchtlingen untergebracht sind - und dies auch bleiben wird.

Trotzdem bittet die FDP die Verwaltung zu prüfen, ob nicht doch der Königpalast als Ausweichmöglichkeit in Betracht kommen könnte. "Am Wochenende findet das letzte Liga-Spiel der Krefeld Pinguine statt. Danach wird bis September der Betrieb ruhen, das Training könnte problemlos in der Rheinlandhalle untergebracht werden", so FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann. "Das Argument, dass neben Eishockey nicht auch Handball ab Herbst im Köpa stattfinden kann, lassen wir nicht gelten. Zum Beispiel finden in der SAP-Arena in Mannheim sowohl Handballspiele als auch Eishockeyspiele statt." Nach Ansicht der FDP muss die Stadt alles tun, um der HSG weiterhin Spiele in Krefeld zu ermöglichen: Handball habe in Krefeld eine ebenso große Tradition wie Eishockey. Derzeit spielt die HSG in der Sporthalle des MSM-Gymnasiums, doch diese erfüllt die Zweitliga-Kriterien des DHB bei weitem nicht, sagte HSG-Sprecher André Schicks. Allein das Fassungsvermögen (bis maximal 600 Zuschauer, die Glockenspitzhalle fasst 3000) reicht nicht aus.

Thomas Wirtz, Geschäftsführer der Handballspielgemeinschaft (HSG). FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Glockenspitzhalle ist derzeit allerdings mit 300 Flüchtlingen belegt ist - und dies wird auch so bleiben. "Zurzeit erreichen uns mehr als 100 Flüchtlinge in der Woche", sagte Krefelds Beigeordneter Thomas Visser auf Anfrage. Man brache derzeit die Halle, damit die ankommenden Menschen ein Dach über dem Kopf haben.

(jon)
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