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Kreis Heinsberg
AOK verzeichnet mehr Kranke in Betrieben

Kreis Heinsberg. Langzeit-Krankenstand steigt kontinuierlich im Kreisgebiet auf 5,89 Prozent der Beschäftigten.

Im Vergleich zum Jahr 2014 ist der Gesamt-Krankenstand der AOK versicherungspflichtig Beschäftigten in Unternehmen im Kreis Heinsberg erneut gestiegen. Dies geht aus einer statistischen Auswertung des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF GmbH) hervor, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der AOK Rheinland/Hamburg.

Der Krankenstand bis zu sechs Wochen (immer bezogen auf AOK versicherungspflichtig Beschäftigte) in den Unternehmen im Kreis Heinsberg hat sich dabei geringfügig erhöht (von 3,86 Prozent auf vier Prozent im Jahr 2015), so mussten die örtlichen Arbeitgeber geringfügig mehr für die Entgeltfortzahlung ausgeben. Der Langzeit-Krankenstand über sechs Wochen stieg ebenfalls an von 1,83 Prozent auf 1,90 Prozent im Jahr 2015. Die AOK musste also erneut etwas mehr Krankengeldleistungen für die eigenen Versicherten aufbringen als 2014. Seit 2010 ist ein kontinuierlicher Anstieg des Langzeit-Krankenstandes im Kreisgebiet erkennbar.

Mit zunehmendem Alter steigt der Langzeit-Krankenstand an. In allen Altersstufen mit Ausnahme der 35- bis 44-jährigen AOK-Mitglieder lagen im Vergleich zur Vergleichsgruppe (Versicherte der AOK im Rheinland) im Kreis Heinsberg höhere Werte vor. Am deutlichsten zeigt sich die Differenz in der Altersstufe ab 55 Jahre (4,41 zu 3,53 Prozent). Es ergibt sich somit ein Gesamt-Krankenstand der AOK-Mitglieder in Firmen im Kreis Heinsberg von 5,89 Prozent. Dieses Ergebnis übertrifft den Rheinland-Durchschnittswert von 5,71 Prozent. Verantwortlich für dieses Ergebnis ist der im Vergleich deutlich höhere Langzeit-Krankenstand der AOK-Mitglieder im Kreis Heinsberg.

Häufigste Gründe für Fehlzeit waren 2015 Erkrankungen der Diagnosegruppe "Atemwege". Insgesamt wurden im Vergleich zum gesamten Rheinland weniger Diagnosen registriert. Die durchschnittliche Genesungszeit lag bei den AOK-Versicherten im Kreis mit 13,84 Kalendertagen über dem Rheinlandwert von 12,34 Kalendertagen. Im Ergebnis ergibt sich eine im Vergleich zu allen AOK versichert Beschäftigten im Rheinland höhere Anzahl krankheitsbedingter Fehltage. Die meisten resultierten eindeutig aus Problemen um "Muskel/Skelett", die erneut das Krankheitsgeschehen im Kreis Heinsberg dominierten. An zweiter Stelle steht Fehlen wegen psychischer Erkrankungen, gefolgt von Atemwegserkrankungen.

Fehlzeiten durch psychische Störungen haben überall im Rheinland stark zugenommen. Im Vergleich zum Jahr 2014 ist die Anzahl dieser Fälle (von 11,4 Fälle auf 10,9 Fälle je 100 AOK Versichertenjahre) erstmals seit Jahren erfreulicherweise wieder gesunken. Die durchschnittliche Genesungszeit stieg hier jedoch an (von 32,6 auf 34,6 Kalendertage), so dass sich die Summe krankheitsbedingter Fehltage dieser Diagnosegruppe erneut erhöht hat.

Quelle: RP
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