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Kreis Heinsberg
Bahn investiert in sechs Bahnhöfe

Kreis Heinsberg: Bahn investiert in sechs Bahnhöfe
Ein Sprecher der Deutschen Bahn kündigt für unter anderem sechs Bahnhöfe im Kreis Heinsberg an: "Wir wollen eine bessere Aufenthaltsqualität schaffen, einen besseren Schutz vor Regen und Wind. Und vor allem sollen alle Stationen barrierefrei gestaltet werden." FOTO: Jürgen Laaser
Kreis Heinsberg. Viele Bahnsteige müssen verlängert werden, damit der künftige Rhein-Ruhr-Express (RRX) halten kann. Die Deutsche Bahn nutzt die Gelegenheit, um Barrierefreiheit und mehr Aufenthaltsqualität herzustellen. Von Andreas Speen

Der Bahnhof Baal ist ein Paradebeispiel für fehlende Barrierefreiheit und Trostlosigkeit. Das will die Deutsche Bahn ändern. In den nächsten zwei Jahren sollen an Rhein und Ruhr rund 155 Millionen Euro in 71 Stationen investiert werden. Im Kreis Heinsberg sollen davon sechs Bahnhöfe profitieren, bestätigte einer Sprecher der Bahn unserer Redaktion.

Der sogenannte Rhein-Ruhr-Express (RRX) soll in Nordrhein-Westfalen die derzeit noch verkehrenden Regionalexpresszüge (RE) ersetzen. Für den RRX-Betrieb ist jedoch eine Bahnsteiglänge von mindesten 210 Metern nötig, wo momentan noch 170 Meter reichen. Deshalb müssen die Bahnstationen, die angesteuert werden, umgebaut werden. Und so kommt es, dass in Erkelenz, Baal, Brachelen, Lindern, Geilenkirchen sowie Übach-Palenberg investiert werden muss, weil die Bahnstationen an einem sogenannten Außenast des RRX liegen werden. Tätig werden will die Deutsche Bahn allerdings über diese Notwendigkeit hinaus, erklärte ein Bahnsprecher: "Wir wollen eine bessere Aufenthaltsqualität schaffen, einen besseren Schutz vor Regen und Wind. Und vor allem sollen alle Stationen barrierefrei gestaltet werden." Ziel sei es, dass die Umbaumaßnahmen bis Ende des Jahres 2018 umgesetzt sind, auf jeden Fall sollen bis dahin aber die Bahnsteige verlängert sein. Details, wie zum Beispiel der Bahnhof in Hückelhoven-Baal barrierefrei gestaltet werden solle, könne er noch nicht nennen, sagte der Bahnsprecher. Dafür sei es zu früh: "Spätestens Anfang 2017 werden die Detailplanungen begonnen."

Für die aktuelle "Modernisierungsoffensive 3" wollen das Land NRW, Bahn und Verkehrsverbände insgesamt 35 Bahnhöfe modernisieren und 71 Stationen für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) umbauen. Davon nicht betroffen sind die Bahnhöfe in Arsbeck, Dalheim und Wegberg. Jedoch teilte der Bahnsprecher mit, dass unmittelbar nach dem Ende der Frostperiode dort Instandsetzungsarbeiten beginnen. Und für den Erkelenzer Bahnhof, von dem immer wieder zu hören ist, dass es Probleme mit den Aufzügen gibt, hatte er ebenfalls gute Nachrichten, wenn auch noch kein Zeitpunkt für die Umsetzung feststeht: "Alle Aufzüge der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen werden mit automatischen Ausfallmeldern ausgestattet werden. Davon erhoffen wir uns, dass sie schneller wieder instandgesetzt werden können und damit schneller wieder zur Verfügung stehen." Das Grundproblem für solche Schäden, kann die Deutsche Bahn indes nicht lösen: Oft seien die Ausfälle der Aufzüge durch Vandalismus bedingt.

Quelle: RP
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