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Hallenfußball
Beeck peilt den zweiten Sechserpack an

Hallenfußball: Beeck peilt den zweiten Sechserpack an
Vor einem Jahr waren bei der Endrunde des Aachener Sparkassen-Cups in der Halle an der Neuköllner Straße in Aachen Beecks Thomas Lambertz (l.) und Freialdenhovens Mark Szymczewski (daneben) noch Gegner. Nun kicken beide für den FC – ebenso weiterhin der jetzige Kapitän Maurice Passage (rechts). FOTO: Michael Schnieders
Erkelenz. Erstmals in Erkelenz wird am Dienstag, 2. Januar, ab 17.45 Uhr die Heinsberger Vorrunde des Aachener Sparkassen-Cups gespielt, des mit Abstand bestbesetzten Turniers der Region. Titelverteidiger ist mal wieder der FC Wegberg-Beeck, der den sechsten Erfolg in Serie anpeilt.

Nicht viel hatte im Januar dieses Jahres gefehlt, und das Finale des großen Aachener Sparkassen-Cups in der Halle an der Neuköllner Straße in Aachen wäre eine rein Kreis Heinsberger Angelegenheit geworden. Denn Union Schafhausen hätte im letzten Gruppenspiel gegen Hertha Walheim ein Remis zum Finaleinzug gereicht. Bis vier Minuten vor Schluss hielt die stark ersatzgeschwächte Union ein 2:2 – dann siegte die Hertha noch 4:2 und verhalf damit dem VfL Vichttal zum Finaleinzug. Dort war der VfL dann aber chancenlos – freilich gegen den Seriensieger: Mit 10:4 gewann der FC Wegberg-Beeck und kürte sich damit zum fünften Mal in Folge zum absoluten Hallenkönig in der Region Aachen/Düren/Heinsberg.
"Nun wollen wir wie in Rurdorf auch beim Sparkassen-Cup das halbe Dutzend vollmachen", bekräftigt Beecks Teamchef Friedel Henßen vor dessen 34. Auflage. Im Sommer hatte der FC eben den Rurdorfer Sommercup, das bestbesetzte Sommerturnier der Region, zum sechsten Mal in Folge gewonnen – wie immer gegen den ewigen Rivalen Borussia Freialdenhoven.

Auf den können die Kleeblätter aber erst in der Endrunde in Aachen treffen – am Dienstag steht erst einmal die Vorrunde für den Kreis Heinsberg an. Und da gibt es eine Premiere: Nachdem dieser Kreisentscheid in den Vorjahren stets vom Oberbrucher BC in der Oberbrucher Don-Bosco-Halle ausgerichtet wurde, tut das nun erstmals der SC 09 Erkelenz in der Erkelenzer Karl-Fischer-Sporthalle am Schulring.

Am Modus hat sich aber nichts geändert: In zwei Dreiergruppen werden die beiden Finalisten ermittelt. Der Sieger des Endspiels (Beginn 20.45 Uhr) ist für die Endrunde in Aachen qualifiziert, der Unterlegene darf noch hoffen (siehe Info-Kasten). In Gruppe A bekommt es Regionalligist Beeck mit Landesligist Germania Teveren und Bezirksligist Roland Millich zu tun. Mehr Spannung verspricht Gruppe B mit Landesligist Union Schafhausen und den Bezirksligisten SG Union Würm/Lindern und TuS Rheinland Dremmen. Das komplette Turnier wird mit Futsalbällen gespielt.

Beecks erneuter Titelverteidigung im Weg könnte in der Endrunde ein weiterer Hochkaräter stehen: Erstmals seit 1999 nimmt Alemannia Aachen mit der Ersten Mannschaft teil, also dem Regionalligateam – eine Zweite hat die Alemannia freilich auch gar nicht mehr. Unvergessen ist der bis dato letzte Auftritt der Erstvertretung der Kartoffelkäfer in der Halle an der Neuköllner Straße vor 19 Jahren: Da verloren die Schwarz-Gelben das Finale gegen den Außenseiter Oberbruch in einer aufgeheizten Atmosphäre vor rappelvollen Rängen mit 3:4 – der Alemannia-Mob tobte. Biergläser (die gab's damals da noch) flogen aufs Spielfeld und zerbrachen, die Partie musste unterbrochen werden. Die Brööker behielten aber kühlen Kopf, ließen sich davon nicht einschüchtern und siegten am Ende verdient.

Volle Ränge wird es mit Sicherheit auch bei der Vorrunde in Erkelenz geben. Was nicht nur am hochkarätigen Teilnehmerfeld liegt. Denn jedes der sechs Teams hat jeweils 100 Freikarten erhalten. Zieht man einmal rund 20 davon für Spieler und Offizielle ab (die kommen ohne Karte auch nicht rein), verbleiben 80 Zuschauerkarten pro Team. "Was die Vereine damit machen, ob sie diese verkaufen oder verschenken, bleibt ihnen selbst überlassen", erläutert Michael Kranz.

Der Geschäftsführer des SC 09 ist am Dienstag natürlich auch in der Karl-Fischer-Sporthalle – aber nicht als Vertreter des Ausrichters, sondern als eine Art Turnierdirektor der Gesamtveranstaltung. In dieser Funktion ist er daher auch bei den drei weiteren Vorrunden sowie der Endrunde in Aachen dabei – so wie 2017 auch schon. Ob er da nicht befürchte, einen ausgewachsenen Hallenkoller zu kriegen? "Nein", versichert Kranz schmunzelnd – und verweist zur Bekräftigung auf sein weiteres Wochenende nach Turnierschluss am Samstagabend: "Von Aachen fahre ich direkt zum Oberbrucher Nachtturnier. Das pfeife ich ebenso wie die Heinsberger Stadtmeisterschaft tags darauf."

Apropos Schiedsrichter: Kreis-Schiedsrichter-Obmann Tom Eisentraut wird bei der Vorrunde in Erkelenz einige Unparteiische für besondere Verdienste ehren – so Kranz selbst in der Kategorie U 50 (Kranz pfeift für den SV Waldenrath/Straeten). Die weiteren Geehrten sind Klaus Weber (Ü 50, Borussia Hückelhoven), Annika Starzetz (Frauen, SC 09 Erkelenz) sowie in einer Sonderkategorie Klaus-Dieter Dilling (SC 09).

(Mario Emonds)
 
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