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Vermisste Frau aus Süsterseel
Bekannte sammeln für Privatdetektiv zur Suche nach Dorota

Polizei sucht nach Dorota im Wald
Polizei sucht nach Dorota im Wald FOTO: Christoph Reichwein
Kreis Heinsberg. Bekannte der vermissten Dorota haben ein Spendenkonto für die Suche nach der jungen Frau eingerichtet. Ihre Familie nimmt jedoch Abstand von dieser Aktion. Von Sabine Kricke

Auch am Dienstag suchte die Polizei weiter mit Leichenspürhunden und einer Hundertschaft in einem Waldgebiet im Selfkant nach der vermissten Dorota Galuszka-Granieczny. Wie am Vortag blieb die Suche jedoch bislang ohne Erfolg.

Währenddessen haben Bekannte der vermissten 29-Jährigen eine Facebook-Seite erstellt, auf der sie um Spenden für die Suche nach Dorota bitten. Ralf Gerloff aus Heinsberg ist der Mann einer Freundin von Bekannten von Dorota. Er hat Bekannten der Vermissten geholfen, ein Spendenkonto einzurichten. Persönlich kannte er die junge Frau nicht, sei jedoch von ihrem Schicksal sehr ergriffen. "Ich freue mich, wenn wir mit den Spenden dazu beitragen können, dass Dorota gefunden wird", sagte der 55-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Man wolle von dem Geld unter anderem einen Privatdetektiv aus Polen bezahlen. Dieser sei von den Bekannten von Dorota beauftragt worden.

Dorotas Familie unterstützt diese Aktion jedoch nicht. Laut dem Schwager der Vermissten sei man zwar von der Unterstützung ergriffen, wolle jedoch kein Geld von Fremden annehmen. "Wir fühlen uns nicht ganz wohl dabei", sagte Matthias G. im Gespräch mit unserer Redaktion.

Süsterseel - der Ort, aus dem Dorota verschwand FOTO: Christoph Reichwein

Polizei hält nichts von privaten Suchaktionen 

Bereits in den vergangenen Wochen seit dem Verschwinden von Dorota, haben Verwandte und Freunde nach der jungen Frau gesucht. Die Aachener Staatsanwaltschaft hält von solchen Aktionen jedoch nichts. "Die Ermittlungsarbeit liegt natürlich in den Händen der Staatsanwaltschaft und Polizei", sagte Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts bereits damals auf Anfrage unserer Redaktion.

Dorota wurde am 18. Oktober das letzte Mal gesehen. Laut Polizeiangaben verließ die 29-Jährige am späten Abend das Haus, in dem sie mit ihrem Ehemann und ihrem siebenjährigen Sohn lebt. Seit dem fehlt jede Spur von ihr.

Am Montag, fast zwei Wochen nach dem Verschwinden, wurde ihr Ehemann festgenommen. "Bei einer 29-Jährigen, die sich so lange nicht sehen lässt, ohne sich zu melden, besteht der Verdacht auf ein Tötungsdelikt", sagte eine Sprecherin der Aachener Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Bereits am Abend war der Ehemann aber wieder auf freiem Fuß. Für einen dringenden Tatverdacht habe es nicht genügend Kenntnisse gegeben.

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