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Erkelenz
DRK-Mitarbeiter stemmen Mammutaufgaben

Erkelenz. Bei der Kreisversammlung blickt das DRK auf seine Aufgaben: Die Bewältigung der Flüchtlingswelle hat die Mitarbeiter an ihre Grenzen geführt. 2017 sollen vor allem neue Helfer gewonnen werden. Von Nicole Peters

Vor allem auf aktuelle Geschehnisse beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) ging Vorsitzender Dr. Michael Vondenhoff in der Begrüßung bei der Kreisversammlung in der Kreisgeschäftsstelle ein. So habe ihn vor drei Wochen die Nachricht erreicht, dass Schatzmeister Hans-Josef Mertens völlig unerwartet verstarb. "Er leitete die finanziellen Geschicke des DRK und hat einen großen Anteil an der Konsolidierung", sagte Vondenhoff, für die Jugend engagierte er sich als Schirmherr und Mäzen. Ebenfalls sehr engagiert seien Ehefrau Gisela und Sohn Thomas.

Mit dem Ruhestand von stellvertretender Geschäftsführerin Marianne Grevenrath, die auf 45 Jahre Tätigkeit zurückblickt, steht unmittelbar ein Wechsel in der Geschäftsführung an. Mit Spannung sehe er dem Jahr 2017 entgegen, in dem unter anderem die Helfergewinnung eine wichtige Rolle spielen werde. Nach Ausrichtung eines Workshops dazu würden mehrere Folgeveranstaltungen initiiert werden. "Ich möchte mich für die bisherige materielle und aktive Unterstützung bedanken", betonte er, "ein Engagement, das wichtig fürs Gemeinwesen ist."

Tief betroffen vom Tod Mertens' zeigte sich auch Geschäftsführer Lothar Terodde. Er hielt Informationen und Zahlen zu den Tätigkeiten bereit, wobei eine im Jahr 2015 dazugekommen war: Die Bewältigung der Flüchtlingswelle, die die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter an ihre Grenzen und darüber hinaus geführt hatte. "Zum Ende des Jahres 2015 haben wir aber mehr und mehr Struktur in unsere Arbeit bekommen, so dass wir seit gut einem halben Jahr wieder alle gemeinsam in geregelten Bahnen arbeiten können." Die Notunterkunft in Geilenkirchen wird voraussichtlich bis Ende 2016 betrieben werden.

Zum Jahreswechsel verfügte das DRK über gut 8300 Fördermitglieder - aus Altersgründen etwa 200 weniger als zuvor - und 650 aktive Mitglieder. Eine Vielzahl an Weiterbildungen fand im Katastrophenschutz und Sanitätsdienst statt, 145 sanitäts- und rettungsdienstliche Einsätze wurden mit etwa 5500 Einsatzstunden durchgeführt.

Eine sehr schöne Entwicklung sei mit mehr als 330 Kursen in der Breitenausbildung, sieben Kursen in der Pflegediensthelfer-Ausbildung und mehreren Tausend Teilnehmern von Angeboten des Familienbildungswerks fortgeführt worden.

Die Zahl der Blutspenden ging mit 9262 leicht zurück, im Fahrdienst wurden mehr als 1,1 Millionen Kilometer zurückgelegt, und der Menüservice belieferte regelmäßig 99 Menschen mit Essen. Gut 160 Menschen wurden mit Hausnotrufgeräten versorgt, mehr als 25.000 Kleidungsstücke im Kleiderstübchen ausgegeben sowie vom Jugendrotkreuz erfolgreich Zeltlager und das Teddybärenkrankenhaus organisiert. "Die Zahl der teilnehmenden Personen an den Erholungsfahrten ist um circa 25 Prozent gestiegen", hob Terodde hervor, "ein sehr schönes Abschiedsgeschenk von Marianne Grevenrath an ihren Kreisverband." Sie habe das DRK 45 Jahre lang bis zum heutigen mittelständischen Betrieb mit 130 Mitarbeitern begleitet und geleitet. "Sie ist das Faktotum des Kreisverbandes, sie weiß alles", bekräftigte er vor Übergabe eines großen Blumenstraußes. Drei Tage zuvor war sie in die Freistellungsphase gegangen. Christoph Caron übernimmt ab dem 1. November die stellvertretende Geschäftsführung.

Quelle: RP
 
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