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Kreis Heinsberg
Ein persönliches Regionalkochbuch

Kreis Heinsberg: Ein persönliches Regionalkochbuch
Initiatoren und Empfängerin des Erlöses: Klaus Sistermanns, Sarah Przeperski von "Nepomuk", Thomas Giessing und Marcel Ballas. FOTO: Laaser, Jürgen (jl)
Kreis Heinsberg. 56 bekannte Personen aus dem Kreis Heinsberg haben für den guten Zweck an einem Kochbuch mitgewirkt, das der Lions Club Selfkant herausgibt. Ab Montag ist es im Handel. Unterstützt wird das Nepomuk-Netzwerk. Von Andreas Speen

Vom Pfarrer bis zum Bankchef, vom Mediziner bis zum Bürgermeister. Jeder sagte zu, als der Lions Club Selfkant vor drei Jahren auf die Idee kam, ein Regionalkochbuch von Persönlichkeiten aus dem Kreis Heinsberg gestalten zu lassen und dieses für einen guten Zweck auf den Markt zu bringen.

56 Menschen lassen sich ab Montag in ihre Kochtöpfe schauen. Das Buch "Wer is(s)t was in Stadt und Land - Rezepte und Geschichten von Herkunft und Herdkunst aus unserer Region" setzt sich aus Rezepten auf der einen Seite und anekdotischem über die Autoren auf der anderen Seite zusammen. Garniert werden die jeweils doppelseitigen Einträge von Fotografien der Speisen sowie von Fotos und Schnappschüssen der Köche, die sich teilweise - wie Max Freiherr Spies von Büllesheim aus Hückelhoven oder Dr. Klaus-Dieter Winter aus Erkelenz - beim Kochen ablichten ließen.

Rita Hündgen, Leiterin des Cusanus-Gymnasiums in Erkelenz, schreibt zu ihrem Rezept "Hühnerpfanne baskische Art" über eine Reise durch Spanien aus dem Jahr 1985. FOTO: Jürgen Laaser

Verkauft wird das Regionalkochbuch zugunsten von "Nepomuk", einem Netzwerk im Kreis Heinsberg für Kinder und Jugendliche von psychisch erkrankten Eltern und deren Familien. Allein im Vorjahr wurden darüber 173 Familien begleitet, sowohl in Gruppen- als auch Einzelbetreuungen. Als der Lions Club erfuhr, dass diesem Projekt das Aus drohen könnte, wurde beschlossen, den Erlös aus den 3000 gedruckten Kochbücher dafür zur Verfügung zu stellen. ",Nepomuk' wurde von der Aktion Mensch gefördert, doch lief das aus - da haben wir gesagt, das darf nicht sein, wir sind von ,Nepomuks' Arbeit überzeugte", erklärte gestern Marcel Ballas, aktueller Präsident des Lions Clubs Selfkant. Er hoffe, rund 20.000 Euro für "Nepomuk" einnehmen zu können. Für ein Jahr hat momentan der Kreis Heinsberg die Finanzierung dieses Projekts übernommen, um das Netzwerk für Kinder und Jugendliche von psychisch erkrankten Eltern und deren Familien am Leben zu erhalten. "Von einer Spende, wie sie sich der Lions Club erhofft, könnten wir etwa ein weiteres Dritteljahr finanzieren", berichtete Sarah Przeperski von "Nepomuk".

Das neue Regionalkochbuch hat viele Unterstützer. Was auch nötig war. Dazu erzählte Ballas: "Die Idee ist vor drei Jahren unter unserem damaligen Präsidenten Willi Jakobs entstanden. Danach wurden mehr als Tausend Stunden Arbeit in das Vorhaben gesteckt. Kontakte zu potenziellen Autoren wurden aufgebaut, Rezepte wurden nachgekocht, Gerichte fotografiert, der Druck geplant und beaufsichtigt. Und derzeit liefern wir die Bücher aus." Viele Lions-Freunde halfen mit, nicht zuletzt die Volksbank Heinsberg, deren Vorstand Thomas Giessing gestern auch zur Buchpräsentation in sein Haus an der Siemensstraße in Heinsberg eingeladen hatte.

Ab Montag können alle Menschen aus dem Kreis Heinsberg das Vorhaben unterstützen. Zum Preis von 20 Euro wird das Kochbuch in ausgesuchten Verkaufsstellen in den Regalen stehen. Rund 1500 der 3000 Exemplare wurden, so berichtete der Lions Club, bereits vorbestellt. Zum Beispiel als Weihnachtsgeschenke.

Freuen können sich die Besitzer auf Rezepte wie Kaninchen in Backpflaumensoße (Klaus Eberl) oder Linsensuppe (Landrat Stephan Pusch) sowie auf anekdotisches aus dem Leben von A wie Heinrich Aretz bis W wie Bert Wirtz.

Quelle: RP
 
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