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Ratheim
Entsetzen: Unbekannter hängt toten Kater in Baum

Ratheim. Ein Katzenquäler schockt die Ratheimer Zechensiedlung. Zuletzt wurde ein Kater in einem Baum aufgeknüpft. Offensichtlich war die Katze zuvor von Unbekannten getötet und dann in den Baum gehängt worden, so die Polizei. Von Daniela Giess

Sie weint viel, weiß nicht, wie sie Söhnchen Niklas (zwölf Jahre) die grausame Tat erklären soll. Als Sandra Schmidt mit ihrer Familie von einem Muttertagsbesuch zurückkehrte, machten Nachbarn eine grausige Entdeckung: Katerchen Paul baumelte tot im Kirschbaum. Die Bewohner der Zechensiedlung sind geschockt. "Viele hier haben Katzen", erzählt Sandra Schmidt. Die 38-Jährige schüttelt immer wieder den Kopf, beschreibt ihren Zustand als eine Mischung aus Verängstigung und Wut. "Das arme Tier ist furchtbar gequält worden", sagt die junge Frau leise. "Wer macht sowas nur?"

Mit Kabelbindern gefesselt?

Gegen Mittag verließ die Familie am Sonntag, 13. Mai, das Haus am Diebsweg, blieb etwa vier Stunden weg. "Dann klingelten unsere Nachbarn. Sie hatten Paul entdeckt, wie er leblos im Baum hing", erinnert sich Sandra Schmidt. Sofort verständigte die völlig schockierte Katzenliebhaberin die Polizei, erstattete Anzeige. Die Beamten machten Fotos, um den brutalen Katzentod zu dokumentieren. "Als wir Paul vom Baum nehmen konnten, fielen uns zwei Kabelbinder auf, die unter dem Baum lagen. Offenbar wurde unser Paul damit gefesselt", berichtet Sandra Schmidt. Spuren an seinen Hinterbeinen seien sichtbar gewesen.

Die junge Frau geht davon aus, dass das hübsche Samtpfötchen in Russisch-Blau mit zwei weißen Flecken an Bauch und Hals gezielt getötet wurde, um der Familie Schaden zuzufügen. "In unserer Wohngegend gibt es viele Katzen. Aber keine sieht aus wie unser Paul." Lebensgefährte Michael Thiel übernahm die traurige Aufgabe, den toten Kater, nur zwei Jahre alt, im Garten zu begraben. Am gleichen Tag lag eine Katze tot in einem anderem Garten. Jetzt geht in der Ratheimer Zechensiedlung die Angst vor dem Täter um. Nachbarin Florina Hesse (37) aus der Feldstraße hat selbst zwei Katzen, ist nun besorgt: "Sie sind Freigänger, und man kann nicht ständig aufpassen." Sandra Schmidt denkt über einen Umzug nach. In der Ratheimer Zechensiedlung fühlt sie sich nicht mehr wohl.

Um vor dem Katzenmörder zu warnen und die Tat aufzuklären, haben Sandra Schmidt und ihre Freundin Heidi Böhm Flyer verteilt. Hinweise nimmt Heidi Böhm unter Telefonnummer 02433 952850 entgegen.

Die Ermittlungen haben noch nicht zu den Tätern geführt. Daher erbitten die Beamten Hinweise zu diesem Vorfall an das Kriminalkommissariat Hückelhoven: 02433 9900.

(ape)
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