| 12.20 Uhr

Hückelhoven
Fabelhafter Winterzirkus

Hückelhoven. Die Zirkus AG "Pepperonis" zeigte zum ersten Mal eine Wintervorstellung. Unterstützung gab es durch Artisten von Schulen in Frechen, Bonn und Aachen. Es wurde ein wahrhaft fabelhafter Abend. Von Natalie Urbig

Drei Vampire überfallen ein junges Mädchen, schleppen die Bewusstlose zu einem von Kerzenlicht erleuchteten Tisch und lassen diesen schweben, bis das Mädchen als Zombie darauf erwacht. Was wie eine gespenstische Szene aus Dracula oder dem neuen Kinofilm "New Moon" klingt, ist ein Teil des Zauberprogramms der Zirkus Arbeitsgemeinschaft (AG) "Pepperoni".

Gäste eingeladen

An diesem Abend findet zum ersten Mal ein Winterzirkus im Gymnasium Hückelhoven statt. Dieser steht passend zur Adventszeit unter einem weihnachtlichen Motto. So schmücken bunt verpackte Geschenke die Wände der abgedunkelten Aula. "Und wie es sich gehört, haben wir zu Weihnachten auch Gäste eingeladen", kündigt Zirkus-AG Leiterin Bianca Schiff an. Denn zur Unterstützung der Pepperonis tragen nicht nur das Schulorchester, sondern auch drei andere Zirkus AGs aus Frechen, Bonn und Aachen bei.

Durch das abwechslungsreiche Programm werden die Zuschauer von zwei ganz in weiß gekleideten Fabelwesen geführt. Lydia Topnik spielt die leicht tollpatschige Elfe, die unbedingt Artistin werden wollte. Darüber kann der andere Elf, dargestellt von Daniel Holtz, nur lachen. "Als Artist braucht man Anmut, Grazie und umwerfende Schönheit", belehrt er sie. "Also all das, was du nicht hast." Unter großem Gelächter verlassen die beiden die Bühne und machen Platz für die eigentlichen Stars des Abends.

Junge Hula-Hupp-Tänzerinnen, Trapezakrobaten, Jongleure, Clowns auf Trampolinen und Bodenakrobaten begeistern das Publikum. "Und, hast du dich schon für eine Übung entschieden", erkundigt sich der Elf immer wieder bei seiner Kollegin. "Ach, du hast eh nur eine große Klappe, zeig du doch mal, was du kannst", fordert sie ihn im Gegenzug auf. Das lässt sich Daniel Holtz nicht zweimal sagen und erklimmt im blauen Scheinwerferlicht das Vertikaltuch. Zu mystischer Musik vollführt er dort in luftiger Höhe atemberaubende Kunststücke. Den Fuß nur in einer Schlaufe, lässt er sich kopfüber am Tuch baumeln und saust in dieser Position wieder hinab zur Bühne. Tosender Beifall ertönt in der Aula des Gymnasiums. Nur die Elfe zeigt sich wenig beeindruckt: "Ich fand die Jongleure irgendwie besser."

Insgesamt versetzen elf Darbietungen die Zuschauer immer wieder in Staunen. Es wird im Takt der Musik geklatscht, mitgefiebert und natürlich auch gelacht. Als die Musik mit "Snow is falling" erklingt, ist es auch schon Zeit für das große Finale. Alle Darsteller kommen auf die Bühne, darunter auch die zuvor tollpatschige Elfe, nun in einem wunderschönen Kleid und einer Krone. "Seht ihr, man muss nur ganz fest an etwas glauben", sagt sie und beendet damit den wahrhaft fabelhaften Abend im Gymnasium Hückelhoven.

Quelle: RP
 
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