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Erkelenz
Fahrradtraining mit Flüchtlingen

Erkelenz: Fahrradtraining mit Flüchtlingen
Die Gemeinde Gangelt war Gastgeber der Infoveranstaltung der Kreispolizei. Flüchtlinge und Instruktoren begaben sich im Praxistest auf Tour. FOTO: Kreis Hs
Erkelenz. Info der Polizei für Vertreter der Kommunen, Ehrenamtler und Asylbewerber.

Eine besondere Informationsveranstaltung gab es in Gangelt. Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizeibehörde Heinsberg zeigten Mitarbeitern der Kommunen im Kreis Heinsberg, welche Inhalte ein Fahrradtraining mit Flüchtlingen haben sollten.

Teilnehmer waren Flüchtlinge aus dem Kreisgebiet sowie Mitarbeiter der Städte und Gemeinden und freiwillige Helfer. Sie werden in ihrer Kommune ihre Erfahrungen weitergeben, um dort selbst Fahrradtrainings für Flüchtlinge durchzuführen. Verkehrssicherheitsberater Jörg Zimmermann-Ramöller informierte zunächst über Verkehrsvorschriften, die Bedeutung von Verkehrszeichen sowie die Gefahren im Straßenverkehr.

Für die Flüchtlinge, die unter anderem aus Syrien, dem Libanon und Eritrea stammten, sind alle diese Vorschriften neu. Angefangen von der Tatsache, dass man nicht mit dem Fahrrad die Autobahn nutzen darf, bis hin zum Verbot, das Handy während der Fahrt zu nutzen, wurden alle Inhalte anschaulich thematisiert. Zur besseren Verständigung sollen auch Dolmetscher eingesetzt werden. Ebenso wurden Handzettel verteilt, die von der Verkehrswacht zur Verfügung gestellt wurden. Darin werden die wichtigsten Verkehrsregelungen in deutscher, englischer und beispielsweise arabischer Sprache erklärt. Die Faltblätter werden den Kommunen für ihre Trainings zur Verfügung gestellt.

Nach einer Pause begann der praktische Teil. Die Flüchtlinge hatten Fahrräder und Fahrradhelme dabei und übten mit Verkehrssicherheitsberater Peter Hissel und dem Bezirksdienstbeamten Frank Hufnagel das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Vom Abbiegen über die Nutzung von Fahrradwegen bis hin zum Kreisverkehr hieß es, sich im Straßenverkehr mit dem Fahrrad sicher zu bewegen. Die Mitarbeiter der Kommunen beobachteten die Beschulung und holten sich Tipps für ihre Veranstaltungen. Ein besonderer Höhepunkt war die Übergabe eines ausgemusterten Polizeifahrrades an Rainer Mansel, der für die Arbeitsgemeinschaft Asyl in der Fahrradwerkstatt arbeitet und die Spende gerne annahm.

Zum Abschluss trafen sich Teilnehmer und Veranstalter in der Gemeindeverwaltung Gangelt und besprachen offene Fragen und Anregungen der Teilnehmer. Durch das Engagement der anwesenden Vertreter der Kommunen werden in der Zukunft im Kreis Heinsberg weitere Fahrradtrainings mit Flüchtlingen möglich sein. Sie fördern die Mobilität und Sicherheit der Flüchtlinge in deren neuer Umgebung.

Quelle: RP
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