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Kreis Heinsberg
Frauentag: schon viel erreicht, doch es gibt noch immer viel zu tun

Kreis Heinsberg: Frauentag: schon viel erreicht, doch es gibt noch immer viel zu tun
Die Gleichstellungsbeauftragten laden ein (v.l.): Elke Bodewein, Monika Savelsberg, Marika Schroeder, Vera Hartmann, Linda Vieten-Wyen, Sonja Opwis und Anneliese Wellens. FOTO: Anke Backhaus
Kreis Heinsberg. Zum Internationalen Frauentag veranstalten die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Heinsberg einen Filmabend, der am 9. März in Heinsberg stattfindet. Von Anke Backhaus

Noch in den 1970er Jahren war es Frauen nicht erlaubt, Fußball zu spielen. Es gab auch Zeiten, in denen Frauen die Erlaubnis ihrer Männer benötigten, um zu arbeiten. Anneliese Wellens, die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Heinsberg, merkt dazu an: "Für Frauen ist zwar schon viel erreicht worden, doch immer wieder merken wir, wie viel es noch zu tun gibt." Umso wichtiger sei der Internationale Frauentag, um auf die Belange von Frauen hinzuweisen. Am Freitag, 9. März 17.30 bis 22 Uhr, bietet der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Heinsberg, einen Filmabend für Frauen an. Im Haus Lennartz neben dem Begas Haus, Hochstraße 21 in Heinsberg, wird der Film "Suffragette - Taten statt Worte" gezeigt.

Das große Thema des aktuellen Frauentages bezieht sich auf "100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland". Davor stand ein langer Kampf der Frauenbewegung. Um 1900 waren etwa 70.000 Frauen in Frauenvereinen organisiert. 1911 gingen 45.000 in Berlin auf die Straße und verkündeten eine Resolution für das Frauenwahlrecht. Während des Ersten Weltkrieges mussten Frauen immer mehr Aufgaben von Männern in der Zivilgesellschaft übernehmen. So kam es in Deutschland und anderen Staaten zu einer Neubewertung der Frauenwahlrechtsfrage. Letztlich wurde das Frauenwahlrecht im Artikel 22 der Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919 garantiert. Marika Schroeder, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Heinsberg, ermuntert die Frauen, am 9. März nach Heinsberg zu kommen: "Frauen müssen von der Möglichkeit Gebrauch machen, um was ihre Mütter und Großmütter gekämpft haben."

Im Film "Suffragette" geht es um die Anfänge der Frauenbewegung in Großbritannien. Gezeigt wird die Geschichte mutiger Frauen, die um das kämpften, was heute selbstverständlich ist.

Wer die Veranstaltung am 9. März besuchen möchte (Kosten: 5 Euro), meldet sich an: Elke Bodewein (Erkelenz, Telefon 02431 85248), Linda Vieten-Wyen (Hückelhoven, Telefon 02433 82335), Vera Hartmann (Wassenberg, Telefon 02432 4900103), Sonja Opwis (Wegberg, Telefon 02434 83509).

Quelle: RP
 
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