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Heinsberg
Geheimnisvolles im Begas Haus

Heinsberg: Geheimnisvolles im Begas Haus
Der Künstler Andreas Joerißen, versteckt hinter einer archaisch anmutenden Holzplastik. FOTO: Begas Haus
Heinsberg. Der Bildhauer Andreas Joerißen aus Gangelt bestreitet die nächste Wechselausstellung im Museum Begas Haus.

Die neue Ausstellung "Der Mensch, das Geheimnis und die Sünde" im Begas Haus in Heinsberg zeigt Holzskulpturen des Gangelter Bildhauers Andreas Joerißen. Die neue Wechselausstellung ist nach der Eröffnung am Sonntag, 13. August, noch bis zum 8. Oktober zu sehen.

Die ausgestellten Werke geben retrospektiv einen Einblick in Joerißens künstlerisches Schaffen der letzten drei Jahre, wobei ein Großteil der Arbeiten zum ersten Mal öffentlich gezeigt wird und zwei Skulpturen eigens für die Ausstellung im Begas Haus geschaffen wurden. Die überwiegend aus Eichenholz und oft aus einem Baumstamm gefertigten Skulpturen haben ein verbindendes Thema. Es ist die Beschäftigung mit allen Facetten der Menschlichkeit: Liebe, Leidenschaft, Lust, Angst, Mut, das Geheimnis des Unergründlichen und nicht zuletzt im religiösen Kontext die Sünde in all ihrer abstrakten Definition.

Der Entstehungsprozess jedes Werkes ist komplex. Der Künstler verfolgt eine gedankliche Konzeption, wenn er spürt, dass sie ihn nachhaltig und immer wieder beschäftigt. Impulsgeber sind dabei oft bekannte Maler aus verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte, wie Hieronymus Bosch, Francis Bacon, Horst Janssen oder Franz Raziwill. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Sie sind Symbolisten. Dies spiegelt sich auch im Werk von Andreas Joerißen. Symbolistische Werke zielen nicht auf rationales Verstehen, sondern verlangen vom Betrachter in erster Linie Einfühlung in die ihnen vergegenständlichte Stimmung.

Der Reifung der Idee folgt dann der langwierige Prozess der Bearbeitung des Eichenholzes, das dem Bildhauer viel abverlangt, da es aufgrund seiner Härte nicht geschnitzt werden kann, sondern geschlagen werden muss. Aber die Wahl des Eichenholzes ist Joerißen wichtig, denn in unserer Landschaft spielt die Eiche eine wichtige Rolle. Joerißen beschreibt, dass durch den Schaffensprozess eine tiefe Verbindung zwischen ihm und dem Raum entsteht, der von Höhen und Tiefen geprägt ist.

Andreas Joerißen (geb. 1965) ist in seiner Heimat tief verwurzelt und braucht die ländliche Umgebung. Sie gibt ihm Ruhe und die nötige Konzentration, um seine außergewöhnliche Form der Skulptur zu finden. "Ich würde mir wünschen, dass der Besucher, wenn er den Ausstellungsraum im Begas Haus betritt, von einer Stimmung getragen wird, die ihn für einige Zeit in eine andere Wirklichkeit entführt und ihn zu einem imaginären Spaziergang zu eigenen Geschöpfen im Kopf inspiriert", erläutert Andreas Joerißen das Konzept der Ausstellung. Zur Eröffnung am 13. August um 12 Uhr spricht Dr. Christine Vogt, Direktorin Ludwiggalerie Schloss Oberhausen.

Quelle: RP
 
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