| 00.00 Uhr

Kreis Heinsberg
Gelöste Radmuttern geben der Polizei weiter Rätsel auf

Kreis Heinsberg. Neue Fälle in Wassenberg und dem Südkreis angezeigt. Polizei bittet Betroffene, sich umgehend zu melden.

Erneut berichtet die Polizei von gelösten Radmuttern an Kraftfahrzeugen im Kreisgebiet. In Wassenberg bemerkte die Fahrerin eines weißen Nissan Geländewagens am 23. Juni (Dienstag) gegen 4.30 Uhr, dass das vordere linke Rad ihres Fahrzeuges merkwürdige Geräusche verursachte. In einer Werkstatt stellte sich dann heraus, dass alle Radmuttern gelöst waren. Der Wagen stand zuvor an der Pfarrer-Zurmahr-Straße.

Am vergangenen Samstag zeigte auch der Fahrer eines Pkw Opel an, dass an seinem Wagen ebenfalls alle Radmuttern des linken Vorderrades gelöst waren. Der Wagen hatte in der Nacht zuvor an der Straße Am Waldrand in Ratheim gestanden.

In diesen beiden Fällen wurden die gelösten Radmuttern rechtzeitig erkannt, so dass diese wieder angezogen werden konnten und kein Schaden entstand.

Nicht so viel Glück hatte der Fahrer eines Range Rover. Als er am Freitagmorgen gegen 8 Uhr von Tüddern in die Niederlande gefahren war, löste sich während der Fahrt das komplette linke Vorderrad. Wie die Polizei berichtete, konnte der Autofahrer den Wagen zum Stillstand bringen, so dass zwar Sachschaden entstand, aber nichts Schlimmeres passierte. In einer Werkstatt wurde dann festgestellt, dass auch an diesem Fahrzeug vorne links die Radmuttern lose waren. Der Wagen stand über Nacht vor einem Haus an der Agnesstraße.

"In diesen sowie in den bereits zuvor angezeigten Fällen konnte eine definitive Ursache bisher nicht ermittelt werden. Möglich sind unsachgemäße Reifenwechsel, falsche Schrauben für Stahl bzw. Leichtmetallfelgen, technische Ursachen, aber auch Felgendiebstähle und vorsätzliches Lösen der Radmuttern. Meist erhalten wir erst im Nachhinein Kenntnis von den Vorfällen. Die Radmuttern waren dann aber bereits wieder angezogen oder die Schäden schon repariert", sagt Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken. Um die Ermittlungen aber konkretisieren zu können, sei eine Spurensuche und eine Spurensicherung an den betroffenen Fahrzeugen dringend notwendig. Nur so bestehe eine Chance, die Ursache eindeutig zu klären. Frenken: "Daher informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie gelöste Radmuttern an Ihrem Fahrzeug feststellen. Auch wenn Sie während der Fahrt entsprechende Geräusche an den Rädern feststellen, halten Sie an und melden sich bitte umgehend. Sind die Radmuttern schon wieder festgeschraubt worden, ist eine erfolgreiche Spurensicherung fast unmöglich."

Hinweise auch zu verdächtigen Personen nimmt die Polizei rund um die Uhr über die 110 oder die generelle Telefonnummer 02452 9200 entgegen.

(aha)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kreis Heinsberg: Gelöste Radmuttern geben der Polizei weiter Rätsel auf


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.