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Kreis Heinsberg/Aachen
Im Bistum Aachen gab es 2015 deutlich weniger Kirchenaustritte

Kreis Heinsberg/Aachen: Im Bistum Aachen gab es 2015 deutlich weniger Kirchenaustritte
Dr. Andreas Frick, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators, stellt die Statistik fürs Bistum vor. FOTO: Steindl
Kreis Heinsberg/Aachen. Statistik des Bistums veröffentlicht: Weiterhin ist mehr als jeder zweite Einwohner in der Region Aachen und im Kreisgebiet katholisch.

Im vergangenen Jahr haben rund 6342 Menschen der katholischen Kirche im Bistum Aachen den Rücken gekehrt. Damit ist die Zahl der Austritte im Vergleich zum Vorjahr (8105) um rund 21 Prozent deutlich gesunken. Unter anderem begründet durch demografische Faktoren und Wegzug aus dem Bistumsgebiet hat sich die Anzahl der Katholiken um 1,2 Prozent auf 1,06 Millionen Menschen verringert, heißt es im Bericht des Bistums. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung im Gebiet des Bistums Aachen von rund 1,9 Millionen Menschen bedeute dies, dass mehr als jeder zweite Einwohner katholisch ist.

"Die katholische Kirche ist nach wie vor in der Mitte der Gesellschaft verankert. Wir sind präsent und gemeinsam in der Lage, als Kirche Gutes zu bewirken. Das breite, andauernde haupt- und ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingsarbeit zeigt dies eindrucksvoll, für das ich mich von Herzen bedanke", sagt Dr. Andreas Frick, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators. "Jeder einzelne, der - aus welchen Gründen auch immer - sich gegen die Kirche entscheidet, ist für uns ein schmerzhafter Verlust. Umso mehr freue ich mich, dass sich auch im vergangenen Jahr wieder Menschen bewusst für den katholischen Glauben entschieden haben", so Frick weiter. So sind im Jahr 2015 269 Menschen in die katholische Kirche wiederaufgenommen worden und 45 Christen sind in die katholische Kirche eingetreten. Hinzu kommen 100 Erwachsenentaufen im Bistumsgebiet.

Insgesamt empfingen im Vorjahr 7089 Menschen die Taufe, 286 mehr als im Jahr zuvor. Dies bedeutet erneut einen deutlichen Anstieg. Im Jahr 2015 sind 7654 Kinder zur Erstkommunion gegangen. Zwar sind dies 592 weniger als 2014, in Relation zu den neun Jahren zuvor gespendeten Taufen entspricht dies aber einer Quote von rund 90 Prozent. Schwankungen bei der Anzahl der Firmungen sind unter anderem zurückzuführen auf unterschiedliche Größe und Struktur der Gemeinschaft der Gemeinden sowie die Anzahl gesonderter Firmtermine außerhalb der Visitationen. Deren Zahl ist gegenüber dem Vorjahr mit rund 4996 Firmspendungen um 187 gesunken.

In der Region Heinsberg hat sich die Zahl der Katholiken von 2014 zu 2015 um 1376 Personen auf 150.734 (weniger als ein Prozent) verringert. Je 100 Einwohner waren im vergangenen Jahr 60,4 Prozent der Bevölkerung katholisch. 166 Menschen weniger als 2014 traten aus der katholischen Kirche aus, insgesamt waren es 826. 29 Menschen wurden in die katholische Kirche wiederaufgenommen, elf traten der Kirche neu bei.

12.900 Gottesdienstbesucher wurden im Kreisgebiet gezählt, 866 weniger als 2014. Es gab 996 Taufen (plus 62). Nahezu gleich blieb die Zahl der 1177 Erstkommunionkinder (minus 12) und Firmungen (794). Zwanzig Trauungen (insgesamt 227) weniger als 2014 gab es letztes Jahr im Kreisgebiet. Auch die Zahl der Bestattungen listet die Statistik auf: 1653, 77 mehr als 2014.

(aha)
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