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Wegberg
Klänge für die Kleinsten

Wegberg. Melitta Oldermann ist eine der wenigen Lehrerinnen im Kreis Heinsberg, die Kurse in elementarer Musikerziehung anbieten. Die jüngsten Schüler kommen im zarten Alter von wenigen Wochen zu ihr. Die Ältesten sind fünf Jahre alt. Von Nicole Peters

Viel Gepäck zu transportieren ist sie gewöhnt. Melitta Oldermann geht zu ihrem Auto, um das Equipment, das sie für die Musikgarten-Stunde in der Hebammenpraxis in Niederkrüchten braucht, herauszunehmen: Taschen mit Literatur und CDs der Verfasserin des Konzeptes, der Amerikanerin Lorna Lutz-Heyge, sowie bunte Tücher, diverse Musikinstrumente, Handpuppen und Spielsachen. Die Gitarre, mit der sie die Kinder regelmäßig begleitet, war an diesem Morgen zuhause geblieben.

Seit elf Jahren aktiv

Melitta Oldermann ist seit elf Jahren freiberuflich als Musikgarten-Pädagogin tätig und unterrichtet zur Zeit an vier Wochentagen. In den Hebammen-Praxen in Niederkrüchten und Erkelenz und im Ballett-Studio Schwanensee in Schwanenberg bietet sie Kurse in elementarer Musikerziehung für Kinder ab dem zarten Alter von wenigen Wochen bis maximal fünf Jahre an und vermittelt den Kleinen auf spielerische Weise Grundrhythmen, erstes Instrumentalspiel und Liedgut wie Kniereiter oder Fingerspiele, auch zum häuslichen Gebrauch.

"Als mein Sohn Jonas ein Jahr alt war, zogen wir von Ostfriesland hierhin, und ich suchte ein musikalisches Angebot", erinnert sie sich. "Da es keins gab, habe ich die Lizenz als Musikgarten-Pädagogin in Augsburg erworben und gebe seitdem Kurse." Ihre beiden Kinder sollten die Musik lieben lernen, da Musik Stimmungen ausdrücken und ausgleichen könne und förderlich für die ganzheitliche Entwicklung sei, sagt die 53-Jährige.

Als ihre Kinder aus diesem Alter herauswuchsen, gab sie ihr Wissen an die anderen Kinder und deren Begleiter weiter. Mit süddeutschem Temperament – sie stammt aus der Nähe von Baden-Baden – demonstriert sie die Handhabe der Trommeln, Rasseln, Rührtrommel und Klangfrösche, die sie zu Beginn ihrer Stunden den Kindern gibt.

Die Babys experimentieren mit Klanghölzern und kleinen Rasseln, und die Größeren spielen mit Glöckchen oder Holzklangstäben. Das Musizieren mit den Kindern bereite ihr viel Freude, sagt Melitta Oldermann, die zudem mit den Erwachsenen, die die ganz Kleinen auf dem Arm halten, während der Stunden tanzt. Dann kommt ihre andere Leidenschaft, die für Bewegung, zum Tragen.

Als Gymnastiklehrerin und Physiotherapeutin kann Oldermann pädagogische Kenntnisse und Körperbewusstseinsübungen einbringen. Über den Musikgarten-Unterricht hinaus bietet sie Kurse zu meditativem Tanz und aktiver Entspannung an, sie arbeitete an der jüngsten Aufführung des Ballettstudios Schwanensee mit und betreibt zuhause eine Physiotherapie-Praxis.

Quelle: RP
 
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