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Kreis Heinsberg
Kreis Heinsberg unterstützt Museum Begas Haus

Kreis Heinsberg. Nachdem das Begas Haus in Heinsberg in finanzielle Turbulenzen geraten war, weil das einstige und vor eineinhalb Jahren umgebaute und neu ausgerichtete Kreismuseum kürzlich hatte melden müssen, dass die Bau- und Betriebskosten höher als veranschlagt ausfielen, springt der Kreis Heinsberg zu Hilfe. Einmalig unterstützt er das Haus mit 55.000 Euro.

Diese Summe wird maximal benötigt, um einen Fehlbetrag aus 2014 auszugleichen. Auch künftig wird der Kreis Heinsberg dem Museum zusätzlich helfen, indem die Arbeit von Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann nun ohne Kostenausgleich zur Verfügung gestellt wird. Mit Mehrheit hat sich der Kreistag auf diese Hilfen geeinigt. Norbert Reyans (CDU) machte im Kreistag deutlich, dass es schwergefallen sei, die Zahlen nachzuvollziehen. Leicht habe sich die Politik die Entscheidung nicht gemacht, ergänzte Ralf Derichs von der SPD. Mit CDU und FDP habe seine Fraktion noch einmal den Beschlussvorschlag der Verwaltung durchgearbeitet. Sie seien dabei auf Fragen gestoßen, hätten vor allem aber zusätzliche Forderungen erarbeitet. Würden diese in den Beschluss einfließen, könnten die drei Fraktionen den finanziellen und personellen Hilfen für das Museum zustimmen: "Wir alle meinen, dass das Begas Haus das Highlight in der Museumslandschaft ist."

Angeregt von CDU, SPD und FDP wird dem Museum mit 55.000 Euro für 2014 geholfen, die Museumsleiterin wird von der Kreisverwaltung kostenfrei zur Verfügung gestellt, und der 2010 vereinbarte jährliche Zuschuss an den Trägerverein (Stadt und Kreis Heinsberg) in Höhe von 75.000 Euro wird nun "gedeckelt" bereitgestellt (Stefan Lenzen, FDP), um künftige Überraschungen zu vermeiden. Zudem soll ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung das "Museum bei den Finanzen begleiten" (Reyans) und soll der Trägerverein "jährlich an den Kreistag berichten" (Derichs).

Die Freien Wähler hatten aufgrund der neuen Forderungen von CDU, SPD und FDP zwar Beratungsbedarf beantragt, was die Entscheidung herausgezögert hätte, konnten sich aber nicht durchsetzen. Sie hielten Landrat Stephan Pusch, der Vorsitzender des Trägervereins ist vor, er habe "ein schlechtes Bild" abgegeben. Letztlich konnte der auf die Zustimmung aller anderen Fraktionen bauen. Er sprach "von einem Grundsatzbeschluss als Bekenntnis zum Begas Haus", den der Kreistag abgeben könne - was er auch tat, nicht ohne den Hinweis, dass man selbiges Engagement auch von der Stadt Heinsberg erwarte.

(spe)
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