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Heinsberg
Kreissparkasse fördert den Umzug ins Büro auf Zeit

Heinsberg: Kreissparkasse fördert den Umzug ins Büro auf Zeit
Sparkassen-Chef Thomas Pennartz (2.v.l.), Michael Beyer (3.v.l., Hauptgeschäftsführer IHK Aachen) und Harald Brock (Initiator, KSK) fachsimpeln mit zwei Werkbänklern, Tobias Geiser (l.) und Christoph Zillgens (r.). FOTO: Jürgen Laaser
Heinsberg. Die Kreissparkasse Heinsberg hatte eingeladen, und über 100 Unternehmensvertreter aus dem Kreis waren gekommen. Vorgestellt wurde ein Projekt, das in vielen Großstädten bereits erfolgreich läuft, im Kreis Heinsberg jedoch Premiere feierte. Von Thomas Mauer

Unter dem schlichten deutschen Namen Werkbank verbirgt sich viel mehr, als der Name suggeriert. Mit dem Untertitel "coworking" wird die Absicht ein wenig deutlicher.

"Wir sind im Kreis Heinsberg im Mittelstand verankert und fühlen uns diesem auch besonders verpflichtet", sagte KSK-Vorstandsvorsitzender Thomas Pennartz bei seiner Begrüßung. Deshalb habe das Unternehmen die Chance genutzt, frei gewordene Räumlichkeiten gerade für den Mittelstand besonders zu nutzen. Der Name "Werkbank" sei bewusst in deutscher Sprache gewählt worden. Sinn und Zweck sei es, innovativen Raum für kreativen Austausch und professionelle Zusammenarbeit zu schaffen.

Als durch Umzüge in andere Filialen die zweite Etage im Gebäude an der Hochstraße frei wurde, entstand die Idee, Sinnvolles mit Nützlichem zu verbinden. Entstanden ist ein Zentrum für Unternehmen zur zeitweisen oder auch längerfristigen Nutzung. Büroräume, Tagungszimmer, Begegnungsflächen, Veranstaltungsräume, alles bestens technisch ausgerüstet und ergänzt durch Cateringangebote. Die Räume können stundenweise oder auch längerfristig gemietet werden.

Wenn ein Unternehmer ungestört arbeiten möchte, wenn Meetings im Unternehmen an räumliche Grenzen stoßen, wenn eine Gruppe sich für wenige Tage zum Brainstorming zurückziehen möchte, bietet das Coworking genau die passenden Räumlichkeiten. Aber auch Veranstaltungen, die im eigenen Unternehmen nicht möglich sind, können in der "Arena" stattfinden.

Zusätzlich entstanden Büros im "Fundament", die seit Mai dieses Jahres bereits weitestgehend belegt wurden. Für zwei Jahre wurden Mietverträge abgeschlossen, einen hatte sich Frank Bärmann gesichert. "Ich hatte bislang meine Agentur immer von zuhause aus betrieben", erklärte er. "Kundenbesuche, aber vor allem die Trennung zwischen Büro und privat waren sehr schwierig." Das habe sich bereits nach kurzer Zeit im neuen Zuhause in der Hochstraße grundlegend geändert. "Damit wurde auch meine Arbeit konzentrierter." Zudem mache sich der Austausch mit den anderen Mietern sehr positiv bemerkbar. Außer Frank Bärmann residieren ein Fotograf, ein Kommunikationsunternehmen und ein Unternehmen für Web-Design auf der Etage.

Das Interieur in der Werkbank ist bewusst im industriellen Touch gehalten, der Konferenztisch steht auf einer Bahnschwelle, Betonimitationen passen zu Industrieregalen. "Wir haben bei der Ausstattung bewusst Unternehmen aus dem Kreis beauftragt", erklärte Elisbeth Smeets von der KSK-Bauabteilung. Eine lange Wand wurde mit Tafelkreide gestrichen, damit die Besucher und Bewohner spontan Ideen und Einfälle für alle festhalten können. Denn wichtiges Ziel ist die Kommunikation aller miteinander.

"Natürlich kalkulieren wir auch die Mieteinnahmen," erklärte Pennartz, "aber im Vordergrund stehen die kommunikativen und kreativen Aspekte, die wir auch für unser Haus gut gebrauchen können." Für Pennartz ist die Werkbank ein Leuchtturmprojekt, das durchaus auch in anderen Filialen nachgeahmt werden kann.

Die Investitionen betragen 50.000 Euro.

Weitere Infos und Preise gibt es unter: www.werkbank-hs.de

Quelle: RP
 
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