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Kreis Heinsberg
Kreissparkasse mit neuer Filialstruktur

Kreis Heinsberg: Kreissparkasse mit neuer Filialstruktur
Die neue Filialstruktur der Kreissparkasse Heinsberg erläuterte der Vorstand (v.l.): Dr. Richard Nouvertné, Thomas Pennartz und Hans-Josef Mertens. Festgehalten wird an allen 52 Standorten, jedoch werden elf in reine Selbstbedienungscenter umgebaut. Diese Investition diene der Kundenfreundlichkeit, zumal zeitgleich ein neues Kunden-Service-Center mit einer täglichen telefonischen Erreichbarkeit und ein Bargeld-Bring-Service aufgebaut werden. FOTO: Jürgen Laaser
Kreis Heinsberg. Bankgeschäfte werden immer öfter über das Internet abgewickelt. Die Kunden wollen möglichst flexibel Geld abheben. Beratung wird zu anderen als den bisherigen Öffnungszeiten gewünscht. Die Kreissparkasse Heinsberg reagiert darauf. Von Andreas Speen

Das Kundenverhalten hat sich verändert, stellte die Kreissparkasse Heinsberg fest. Nur einmal pro Jahr suche der Kunde im Durchschnitt eine ihrer 52 Filialen auf, dafür komme er drei bis fünf Mal im Monat in eines der Selbstbedienungscentren (SB) und besuche die Sparkasse sogar sieben bis zehn Mal im Monat im Internet. Es zeige sich, dass der Kunde mehr Flexibilität bei den Bankgeschäften erwarte. Darauf will die Kreissparkasse ab dem 6. April 2016 reagieren, dabei aber ihre Kundennähe nicht aufgeben.

Ihre neue Filialstruktur stellte die Kreissparkasse gestern in Erkelenz vor. Kunden, die unmittelbar betroffen sein könnten, wurden in der vergangenen Woche schon per Post informiert. "Uns geht es in allem um eine bessere Erreichbarkeit", erklärte Thomas Pennartz, der Vorsitzende des Sparkassenvorstands. Dass es an elf Standorten zukünftig keine persönliche Beratung mehr geben wird, erscheine nur auf den ersten Blick als Verlust für den Kunden, da dort stattdessen für rund 650.000 Euro SB-Centren errichtet werden. "Das erhöht die Möglichkeit sehr, Bankgeschäfte zu erledigen, weil die SB-Centren viel längere Öffnungszeiten von täglich 19 Stunden haben, wo die betroffenen Filialen bisher meist nur 18 Stunden pro Woche geöffnet waren", sagte Sparkassenvorstand Dr. Richard Nouvertné gestern.

Zum Wandel im Kundenverhalten gehört auch, dass Bankgeschäfte vor allem aufgrund von Arbeitszeiten nicht mehr unbedingt während der allgemeinen Geschäftszeiten erledigt werden können. Die Antwort der Sparkasse darauf lautet: Kunden-Service-Center. Ein solches wird 2016 in Geilenkirchen aufgebaut. Dort werden elf Mitarbeiter arbeiten, und diese sind an jedem Tag im Jahr telefonisch zu erreichen. Überweisungen, Kartensperren, Beantwortung allgemeiner Fragen, Terminvereinbarungen, Dauerauftragsdienste - all das kann das Kunden-Service-Center vornehmen, und zwar montags bis freitags von 7 bis 22 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 8 bis 17 Uhr. Zu erreichen ist das Kunden-Service-Center über jede Filial-Telefonnummer und 02451 600. Von einer "enormen Ausweitung der Kontaktmöglichkeiten" sprach Vorstand Hans-Josef Mertens und betonte, dass es sich nicht um ein Call-Center handeln werde: "Unser Ziel ist es, dass 80 Prozent der Anrufe innerhalb von 20 Sekunden angenommen werden. Warteschleifen wie in Call-Centern wollen wir nicht."

Auf die Tatsache, dass immer mehr ältere Menschen im Kreis Heinsberg leben, reagiert die Kreissparkasse ebenfalls. Ihnen bietet sie einen Bargeld-Bring-Service an, der jeweils drei Euro kosten wird.

Die Kreissparkasse Heinsberg erwartet laut Pennartz von der neuen Filialstruktur, "dass das die Aufstellung für zunächst die kommenden fünf Jahre ist. Es wird eine große Veränderung, auf die wir uns sehr freuen, weil wir für die Kunden besser erreichbar werden."

Quelle: RP
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