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Kreis Heinsberg
Kriebelmücke fällt über Mensch und Tier her

Kreis Heinsberg. Schwärme an der Rur lauern bei warmem Wetter. Bester Schutz für Kühe ist der Stall.

Aufgrund der derzeitigen sommerlichen Temperaturen muss in den nächsten Tagen mit dem Auftreten der Kriebelmücke in Schwärmen gerechnet werden. Davor warnen das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Heinsberg und das Gesundheitsamt des Kreises. Nach ihren Angaben sammelt sich dieses kleine Insekt, dessen Aussehen mehr Fliegen als Mücken ähnelt, an windgeschützten Stellen der Rur und fällt dann in Schwärmen über Menschen und Tiere her.

Menschen sollten an Tagen mit warmem Wetter und mäßiger Luftbewegung auf Spaziergänge in der Nähe der Rur verzichten, heißt es in einer Erklärung aus dem Kreishaus. Kleidung mit langen Ärmeln und Hosen schützen vor Mückenstichen. Es empfiehlt sich, für unbedeckte Körperteile ein Mückenschutzmittel bei sich zu tragen. Im Falle von Stichen mit allergischen oder entzündlichen Erscheinungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Für den Schutz der Rinder, die besonders gefährdet sind, werden folgende Empfehlungen angegeben: Der beste Schutz gegen den Befall mit Kriebelmücken ist die Aufstallung der Tiere. Eine gewisse Wirksamkeit hat auch ein nur stundenweises Austreiben der Tiere oder ein Austreiben nur zur Nachtzeit, da die Kriebelmücke nur bei Tag sticht. Bei Tieren auf Dauerweiden sollte der Tierbesitzer wenigstens zweimal täglich und zwar möglichst zur Zeit des Anflugmaximums der Mücken (etwa in der Zeitspanne von 10 bis 12 Uhr und vor allem von 17 Uhr bis zum Sonnenuntergang) den Gesundheitszustand seiner Tiere überprüfen. Durch rechtzeitige Aufstallung und sofortige tierärztliche Behandlung kann erkrankten Tieren noch geholfen werden, betont das Veterinäramt.

Eine zeitlich begrenzte Wirkung hat das Einsprühen der Tiere mit Mücken abweisenden Mitteln, die bei den praktischen Tierärzten zu erhalten sind. Stark riechende Mittel sollten jedoch bei Kühen wegen möglicher Geruchsveränderung der Milch nicht angewandt werden.

Und noch ein Tipp kommt aus der Pressestelle des Kreises Heinsberg: "Es empfiehlt sich, die Weiderinder nicht an einem warmen Tag aufzutreiben, sondern für den Erstauftrieb Tage mit kühlem Wetter abzuwarten, damit sich die Tiere langsam an die Stiche der Mücken gewöhnen können."

Quelle: RP
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