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Kreis Heinsberg
Kulturelle Vielfalt auf dem Land erhalten und pflegen

Kreis Heinsberg. Frauenkulturbüro NRW: Kunstfachfrauen zum Gedankenaustausch im Begas Haus Heinsberg.

"Was hat die Kunst auf dem Land zu suchen?" So die provokative Frage unter der jetzt nordrhein-westfälische und rheinland-pfälzische Künstlerinnen zusammen mit Museums- und Kulturmanagerinnen im Museum Begas-Haus in Heinsberg über die Situation und den Stellenwert der Kunst im ländlichen Raum diskutierten.

Veranstalter war das Frauenkulturbüro NRW, eine vom Land geförderte Einrichtung, die Künstlerinnen aller Sparten ein Forum bietet, und Förderprogramme wie den "Künstlerinnenpreis NRW" organisiert. Zur Diskussion stand, wie sich der regionale Aspekt mit dem Potenzial internationaler Erfahrungen für Künstlerinnen nutzen lässt. Auch Künstlerinnen aus Köln, Bonn, Aachen und Wiesbaden waren zu Gast. Der Veranstaltungsort Begas Haus an der Schnittstelle zwischen den beiden Kulturregionen Niederrhein und Aachen war bestens geeignet. In kunstwissenschaftlicher Begleitung von Museumsdirektorin Dr. Müllejans-Dickmann erlebten die Gäste die gelungene Verbindung von Regionalgeschichte und Kunst der international bekannten Künstlerfamilie Begas in dem Heinsberger Museum.

Impulsreferate der Fachfrauen Dr. Paust (Museum Schloss Moyland) und Dr. Ministerek-Plagge, Geschäftsführerin des Kulturraums Niederrhein, leiteten über in eine lebhafte Diskussion. Fazit: Vielfalt in der Kultur hat einen wichtigen Stellenwert, ob in der Stadt oder auf dem Land. Auch kleine Museen leisten einen wichtigen Beitrag für die kulturelle Bildung. Zum Erhalt der Strukturen auf dem Land sind Kooperationen und Netzwerkarbeit von Bedeutung. Das bezieht sich sowohl auf die Zusammenarbeit der kleinen Museen als auch auf die bessere Vernetzung der Künstler(innen) untereinander.

Und nicht zuletzt wurde eine Forderung laut, die nicht erst seit gestern in der Debatte ist: Kultur in den Kommunen sollte nicht länger als freiwillige Aufgabe betrachtet werden. Hier könnten die Kommunen in unserer Region mit gutem Beispiel vorangehen.

Landtagsabgeordnete Dr. Ruth Seidl (Wassenberg), Vorsitzende des Frauenkulturbüros, nutzte die Gelegenheit für ein klares Bekenntnis zum Kunst- und Kulturstandort Kreis Heinsberg: "Mit dem Begas-Haus, das über die Kreisgrenzen hinaus als Museum Strahlkraft entfaltet, ist auch unsere ländlich geprägte Region in Sachen Kultur sehr gut aufgestellt. Vor diesem Hintergrund haben wir uns als Veranstaltungsort bewusst hierfür entschieden. Solche Einrichtungen verdienen unsere politische Unterstützung." Seidl hoffte, "dass die Perspektive für das Begas-Haus auch langfristig finanziell gesichert werden kann".

Quelle: RP
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