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Heinsberg
Kunstverein startet ins Ausstellungsjahr

Heinsberg: Kunstverein startet ins Ausstellungsjahr
Mit Bildern von Rolf Mallat - hier "The other day" (links) - startet der Kunstverein Region Heinsberg am 28. Februar in die Saison 2016. "Not really small" nennt Monika Ortmann ihre Installation (rechts) aus Nylonstrümpfen und Papier. Ortmanns Arbeiten sind ab 24. April im Horster Hof zu sehen. FOTO: Kunstverein Region Heinsberg
Heinsberg. Nach dem Jubiläumsjahr geht es 2016 mit fünf Ausstellungen im Horster Hof weiter: Malerei, Fotografie, Installation. Von Angelika Hahn

"30 Jahre Kunstverein Region Heinsberg" hieß es im vergangenen Jahr. Über "viel Interesse und Zuspruch" zu den Ausstellungen im Jubiläumsjahr freute sich die zweite Vorsitzende und Kuratorin des Vereins, Ingrid Trantenroth-Scholz. Ansporn für den Verein, auch für 2016 ein anspruchsvolles breitgefächertes Angebot von fünf Ausstellungen zu präsentieren.

Dabei bleibt der Verein seinem Anspruch treu, arrivierten und noch unbekannten Künstlern in seinen Räumen im malerischen Horster Hof in Unterbruch ein Forum zu bieten. Sie repräsentieren auch in diesem Jahr wieder ein breites Spektrum zeitgenössischer Kunstströmungen in den Sparten Malerei, Plastik, Fotografie und Installation.

Menschenbilder von Rolf Mallat aus Troisdorf zeigt die erste Ausstellung 2016, die ab Sonntag, 28. Februar, Eröffnung 11.30 Uhr, bis 20. März zu sehen sein wird.

"Ich sammle Bilder von Menschen, Situationen, Gesten, Gesichter", sagt der 1957 geborene Künstler, de an der FH Köln Kunst studierte. Bei der Entstehung der Arbeiten finden verschiedene Bildmotive Verwendung, die aus dem Internet oder Printmedien zusammengestellt sind. "Wenn ich aus der Bilderflut unserer Zeit Motive heraussuche und daraus ein Gemälde entsteht, so hat dieser Vorgang etwas mit Entschleunigung, Konzentration und Aufwertung zu tun."

Monika Ortmann aus Bochum, geboren 1954, zeigt vom 24. März bis 15. Mai ihre Installationen im Horster Hof. Auch Ortmann ist studierte Künstlerin mit langjähriger Ausstellungserfahrung. Das Material, das Ortmann nutzt, hat in seiner ursprünglichen Funktion längst ausgedient: Gewebe, Strumpfhosen, Schuhe, Puppen oder Altpapier, das Treibgut unserer Gesellschaft wird zu vielschichtigen Raumplastiken, die den Betrachter auch zum Nachdenken über unsere Konsumgesellschaft anregen wollen. Die Sparte Fotografie besetzt im neuen Ausstellungsjahr vom 26. Juni bis 17. Juli Anja Nitz, 1971 geboren, die an der Kunsthochschule Berlin studierte. Nitz lichtet Räume in öffentlichen Einrichtungen wie Kliniken, Bibliotheken oder Universitäten ab und fragt nach dem kulturellen Verständnis, das sie abbilden.

Der Maler und Grafiker Peter Caspary, geb. 1953, interessiert sich für die Natur in ihren Einzelteilen. Das naturalistische Motiv löst sich auf und offenbart damit einen hohen Grad an Abstraktion und ästhetischer Qualität (11. September bis 2. Oktober). Wie Caspari studierte auch Julia Kröpelin, geb. 1967, an der Düsseldorfer Kunstakademie. "Kröpelins szenische Installationen mit vielfältigen Materialien sind Sedimente alltäglicher Bruchstücke und greifen Kindheitserinnerungen auf (30. Oktober bis 20. November).

Quelle: RP
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