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Wassenberg
Kunze gastiert als Freund

Wassenberg. Pfarrer Titus Reinmuth von der Evangelischen Kirchengemeinde in Wassenberg lernte den Sänger als Student in Berlin kennen. Der Kontakt blieb bestehen. Zum Konzert für "Regenbogen" brauchte Reinmuth Kunze nicht lange zu überreden. Von Daniela Giess

Der Künstler und der Pfarrer. Ihre Freundschaft besteht schon seit 1997. Damals lebte Dr. Titus Reinmuth in Berlin, studierte und promovierte an der berühmten Humboldt-Universität. Heinz Rudolf Kunze gab ein Konzert für Aktion Sorgenkind. An der Hotelbar kam man miteinander ins Gespräch.

Wiedersehen auf Burg Nideggen

"Ich gehe einfach auf Menschen zu, wenn ich jemanden interessant finde", sagt Reinmuth, der im zehnten Jahr als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Wassenberg wirkt. Auf Burg Nideggen sah der 44-Jährige seinen Freund, den Liedermacher, Rockpoeten und Autor, im vergangenen August wieder. "Heinz, im nächsten Jahr wird unser Hospizdienst zehn Jahre alt", erzählte Dr. Titus Reinmuth dem aus Osnabrück stammenden Sänger, der in den achtziger Jahren mit seinem großen Hit "Dein ist mein ganzes Herz" die Hitparaden stürmte. Kunze sei sofort einverstanden gewesen mit einem Gastpiel in der Wassenberger Kreuzkirche: "Das mach' ich."

Für den Auftritt am Donnerstag, 25. März, 20 Uhr, wird das evangelische Gotteshaus zum Konzertsaal. Etwa 350 bis 380 Kunze-Fans sollen darin Platz finden. "Räuberzivil" heißt das aktuelle Programm, das Heinz Rudolf Kunze mit seinen beiden musikalischen Begleitern Hajo Hoffmann (Violine, Mandoline) und Wolfgang Stute (Gitarre, Percussions) in der Wassenberger Kreuzkirche präsentieren wird.

Reinmuth freut sich, dass dank etlicher Sponsoren, die die Fixkosten für das Konzert übernehmen, der Gesamterlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten dem Hospizdienst "Regenbogen" zugute kommt, der auf seine zehnjährige Arbeit zurückblickt. Pfarrer Dr. Titus Reinmuth ist Vorsitzender der Ehrenamtler-Initiative, die Sterbende und ihre Angehörigen begleitet. Die rund 35 ehrenamtlichen Miarbeiter, die zuvor in einem 100-stündigen Kurs vorbereitet werden auf ihre Einsätze, leisten pro Jahr etwa 65 Sterbebegleitungen.

Die examinierte Krankenschwester Susanne Hoeren koordiniert die Einsätze – so wurde bei "Regenbogen" sogar eine Vollzeit-Arbeitsstelle geschaffen. "Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben", weiß der Wassenberger Geistliche.

Der ambulante Hospizdienst leistet aber noch mehr. Für Trauernde wurde ein Sonntagstreff eingerichtet, und es gibt einen Trauerhilfekreis. Der Gesprächskreis für trauernde Eltern kommt alle 14 Tage im Campanushaus zusammen. Hanni Carduck und Marlies Welfers sind betroffene Mütter und ausgebildete Trauerbegleiterinnen, die die Leitung haben.

www.rp-online.de/erkelenz

Quelle: RP
 
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