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Kreis Heinsberg
Landfrauen heißen Flüchtlinge bei vier Aktionstagen willkommen

Kreis Heinsberg: Landfrauen heißen Flüchtlinge bei vier Aktionstagen willkommen
Landfrauen als Gastgeberinnen für Flüchtlinge: Im Herbst 2013 hatten sie zu einem "Frühstück der Kulturen" nach Schwanenberg geladen. FOTO: LAASER (ARCHIV)
Kreis Heinsberg. Frauen vom Land machen von sich reden. "Landfrauen mischen sich ein" lautet das aktuelle Motto der alle zwei Jahre organisierten bundesweiten Aktionstage. Von Gabi Laue

Staudentausch, Milchwoche, Rad-Höfetour, Rheinische Kaffeetafel, Marmelade kochen: Den ganzen Sommer über finden Feste, Kochaktionen, Themenspaziergänge und sogar Flashmobs statt, um zu zeigen, wo sich Landfrauen ins öffentliche Leben einmischen und Dinge zum Guten wenden. Im Kreisgebiet Heinsberg wollen sie an vier Orten auf Asylbewerber zugehen. "Wir wollen Flüchtlingsfamilien einen schönen Nachmittag machen, an dem sie einmal rauskommen aus ihren Unterkünften", erklärte Ulrike Kamp, Vorsitzende des Kreisverbandes Heinsberg im Rheinischen Landfrauenverband.

Auftakt ist am morgigen Samstag in Waldfeucht-Haaren: Die Kirchengemeinde St. Lambertus Höngen lädt junge Männer, die sich aus Krisengebieten nach Deutschland retten konnten, zu einer Radtour ein. So können die jungen Leute neue Kontakte knüpfen und hoffentlich einmal ihre Alltagssorgen hinter sich lassen. Die Landfrauen tischen ihnen ein Mittags-Picknick am Besichtigungsziel Windmühle auf.

In der Baaler Pletschmühle, Friedhofstraße 50, bereiten Landfrauen am 23. Juli um 16 Uhr Flüchtlingsfamilien einen netten Nachmittag. Bei Kaffee und Kuchen sowie den Tieren im Streichelzoo können die Alltagssorgen in den Hintergrund rücken und Kontakte entstehen. Das gilt auch für die Aktion am 29. Juli von 14 bis 16 Uhr in der Grundschule Arsbeck, Heuchterstraße 1: Bei Kaffee und Kuchen sowie vielen Spielutensilien erhalten die Landfrauen tatkräftige Unterstützung vom Team der Offenen Ganztagsschule. Schließlich sind auch in Erkelenz-Berverath auf dem Hof Grates am 27. August, 15 bis 17 Uhr, Flüchtlinge willkommen. Die Landfrauen arbeiten mit örtlichen Flüchtlingspaten zusammen. "Wir wollen ein Zeichen setzen, dass man sich traut, auf Flüchtlinge zuzugehen", bekräftigt Ulrike Kamp.

Und dann gibt's noch die "Einmischkisten" mit Flüstertüten. Die Flüstertüten sind das Symbol der Aktionstage 2015. Oft sorgen die Frauen dafür, dass sich Dinge verbessern. Jetzt werden Geschichten gesammelt, um von der gesellschaftlichen Kraft der Landfrauen zu berichten. Wo haben sie sich eingemischt? Wie haben sie versucht, eine Situation zu verbessern? Hatten sie Erfolg? Was haben sie gelernt? Eine Kiste reist seit 9. Mai von Aktionstag zu Aktionstag, um Berichte einzusammeln - sie kommt auch in den Kreis Heinsberg.

Quelle: RP
 
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