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Heinsberg
Leihgabe als Hommage an Hieronymus Bosch

Heinsberg. Holzskulptur des Geilenkirchener Künstlers Andreas Joerißen ist jetzt im Begas Haus zu sehen.

Das Begas Haus - Museum für Kunst und Regionalgeschichte Heinsberg bekam jetzt eine besondere neue Leihgabe aus Privatbesitz: die Holzskulptur "Hommage an Hieronymus Bosch" des Geilenkirchener Künstlers Andreas Joerißen.

Ein Motiv im Triptychon "Die Versuchung des hl. Antonius" des niederländischen Renaissancemalers Hieronymus Bosch inspirierte Andreas Joerißen zu seiner Skulptur als Hommage an den großen Maler der Renaissance, dessen Todestag sich 2016 zum 500. Mal jährt. Er hieß eigentlich Hieronymus van Aken, da seine Vorfahren bis Ende des 14. Jahrhunderts in Aachen ansässig waren. Bis zum heutigen Tag faszinieren seine Werke. Joerißen unternahm umfangreiche Recherchen, bevor er mit der plastischen Umsetzung der Gestalt begann, unter anderem auch das Proportionsverhältnis zu den im Gemälde dargestellten Menschen und Figuren musste berechnet werden. Schließlich folgte die Suche nach einem geeigneten Eichenholzstamm mit einem Mindestdurchmesser von 85 Zentimetern, aus dem das Kunstwerk mit einer Höhe von etwa über einem Meter in einem Stück geschlagen werden sollte. Der Künstler wählte mit Bedacht Eichenholz, da Hieronymus Bosch ausschließlich auf Eichentafeln seine Bilder malte. Zwölf spannende Monate dauerte es bis zur Fertigstellung der vollplastischen Skulptur aus dem rund 130 Jahre alten Eichenholz.

"Die Skulptur ist nicht nur eine Verneigung vor Hieronymus Bosch, sondern vermittelt dessen Botschaft an unsere Zeit, die nicht minder von beunruhigenden Umbrüchen geprägt ist wie die Zeit des Hieronymus Bosch", sagte Rita Müllejans-Dickmann zum aktuellen Bezug. Die rund 250 Kilogramm schwere Skulptur, die kürzlich auch beim Kunstverein Canthe in Ratheim ein Blickfang war, wird im Begas Haus bis Ende dieses Jahres zu sehen sein.

Im Artikel "Begas Haus hofft auf Marketing-Gelder" (7. Mai) war übrigens irrtümlich eine viel zu hohe Deckungslücke genannt worden, tatsächlich war für 2014 ein Fehlbetrag von rund 110.000 Euro (nicht 300.000 Euro) auszugleichen.

Quelle: RP
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