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Kreis Heinsberg
Mammutaufgabe: 1400 Flüchtlinge registrieren

Kreis Heinsberg. Asylsuchende werden nach Gladbach gefahren.

1400 Flüchtlinge müssen ab Sonntag aus dem Kreisgebiet Heinsberg zur Registrierung nach Mönchengladbach gebracht werden. "Eine Mammutaufgabe kommt auf die Ausländerbehörde des Kreises Heinsberg sowie die Sozialämter der zehn Städte und Gemeinden des Kreises zu", hieß es in der Mitteilung der Kreisverwaltung. "Die rund 1400 dem Kreis Heinsberg zugewiesenen, aber noch nicht voll umfassend registrierten Flüchtlinge werden in den kommenden Tagen in die Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Mönchengladbach gebracht."

Dies geschehe auf Anordnung der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg, die auch Termine vom 18. Juli an festgelegt hat, und sei nötig, damit die Flüchtlinge nun einen Asylantrag stellen können. "Wir müssen als Ausländeramt von jetzt auf gleich den Bustransfer nach Mönchengladbach organisieren, während die örtlichen Sozialämter die betreffenden Personen für den möglicherweise mehrtägigen Aufenthalt in Mönchengladbach zunächst einmal erreichen müssen, um sie über die Registrierung zu informieren und die Termine bekanntzugeben", sagt Christa Holthuijsen von der Kreis-Ausländerbehörde. Bei zehn Kommunen mit sehr stark differierenden Zahlen an zugewiesenen Flüchtlingen erfordere dies einen hohen organisatorischen und logistischen Aufwand. Der Termin ist für die Flüchtlinge verpflichtend - § 15 des Asylgesetzes setzt eine Mitwirkung am laufenden Asylverfahren voraus.

Die ersten Fahrten sind am 17. Juli vorgesehen. Dann werden Flüchtlinge aus Erkelenz, Gangelt, Geilenkirchen und Heinsberg nach Mönchengladbach gebracht. Der Transport erfolgt per Omnibus bereits am Tag zuvor zum BAMF-Zuführungszentrum Mönchengladbach. Übernachten werden Flüchtlinge für diese Zeit in einer Landeseinrichtung; verpflegt werden sie dort ebenfalls. Das Verfahren kann nach Angaben des BAMF ein bis zwei Tage andauern. Bei über 15 verschiedenen Sprachen ist der organisatorische Aufwand zum Dolmetschen groß. "Wir hoffen, dass wir zum Monatsende mit allen 1400 Personen durch sind", hofft Christa Holthuijsen.

(gala)
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