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Kreis Heinsberg/Aachen
Mehr politisch motivierte Delikte im Kreis Heinsberg

Kreis Heinsberg/Aachen. Bericht des Staatsschutzes: Kreis Heinsberg legt bei links- und rechtsgerichteter Kriminalität deutlich zu.

Die Fallzahlen der politisch motivierten Kriminalität (PMK) sind im vergangenen Jahr in der Städteregion Aachen und in den Bezirken der Kreispolizeibehörden Heinsberg und Düren deutlich gestiegen, und zwar von 496 auf 947 Fälle. Über diese Entwicklung informierte der Staatsschutz in Aachen.

"Die enorme Zunahme der Gesamtzahlen begründet sich in einem deutlichen Anstieg der Straftaten aus dem linken Spektrum in Heinsberg", heißt es in dem Bericht. Die Gesamtzahlen stiegen von 66 auf 575, der überwiegende Teil stammt aus dem Bereich der links motivierten Kriminalität (499 Fälle). Für den Bereich der Städteregion Aachen sind die Gesamtzahlen im Bereich PMK von 287 auf 227 gesunken.

Den Großteil der Gesamtkriminalität im Bereich der politisch motivierten Fälle bilden neben den Verstößen gegen das Versammlungsgesetz (insgesamt 509) weiterhin die sogenannten Propagandadelikte (Farbschmierereien, Verwendung verbotener Zeichen und Volksverhetzungen) mit 227 Delikten, 2014 waren es 241. In der Städteregion Aachen fielen unter diesen Deliktsbereich 109 (von 273) Fälle, in Düren 44 (von 65) und in Heinsberg 57 (von 70).

Die Deliktzahlen PMK Links haben sich für den Zuständigkeitsbereich des Aachener Staatsschutzes beinahe vervierfacht (von 163 auf 627). Ursächlich hierfür seien die Vorfälle rund um das "Klimacamp Rheinland 2015". Auf Heinsberger Gebiet wurden allein 487 Verstöße gegen das Versammlungsgesetz bei den Demonstrationen gegen den Braunkohlentagbau registriert.

Die Fallzahlen im Bereich der PMK Rechts sind insgesamt leicht gesunken (von 282 auf 273). Das gilt für die Städteregion Aachen (von 150 auf 138) und Düren (von 75 auf 65). Im Kreis Heinsberg sind die Fallzahlen von 57 auf 70 gestiegen.

Im Bereich der Gewaltkriminalität stiegen die Fallzahlen im gesamten Zuständigkeitsbereich insgesamt von 29 auf 42; in 23 Fällen handelte es sich um links motivierte, in 14 um rechts motivierte Kriminalität. Im Bereich der rechten Gewaltdelikte konnten 12 von 14 Fällen (85,7 Prozent) aufgeklärt werden. Rechtsgerichtete Gewaltdelikte gab es in der Städteregion Aachen sechs (fünf aufgeklärt), im Kreis Düren fünf (vier aufgeklärt). Alle drei Fälle im Kreis Heinsberg wurden aufgeklärt. Besonders auffällig waren der Angriff auf Flüchtlinge in Wassenberg vom 27. Januar 2015 und der Angriff auf einen jugendlichen Flüchtling im Mai 2015 in Aachen.

Quelle: RP
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