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Kreis Heinsberg
Neue Datenbank hilft zur Integration

Kreis Heinsberg: Neue Datenbank hilft zur Integration
Harald Heffels (Bereichsleiter Jobcenter HS), Christian R. Trox (Geschäftsführer Jobcenter) und Doris Schillings (Agentur für Arbeit Aachen/Düren) erläutern das neue Kooperationskonzept (v.l.). FOTO: Jürgen Laaser
Kreis Heinsberg. Jobcenter, Arbeitsagentur und DRK-Kreisverband in Kooperation mit der Kreissparkasse Heinsberg bündeln ihre Kräfte, um vor allem mit der Integration durch Arbeit möglichst viele Flüchtlinge zu erreichen. Eine Datenbank hilft dabei. Von Philipp Schaffranek

In diesem Jahr ist die Anzahl der Flüchtlinge, die in den Kreis Heinsberg kommen, zurückgegangen. Nun gilt es, die Flüchtlinge, die bleiben werden, zu integrieren. Neben Sprache, Wohnen, Kultur und Alltag ist auch die Arbeit ein wichtiger Bereich für eine gelingende Integration. Damit diese gewährleistet werden kann, wollen das Jobcenter Kreis Heinsberg, die Arbeitsagentur Aachen-Düren und der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Kooperation mit der Kreissparkasse Heinsberg ihre Kräfte bündeln, um vor allem mit der Integration durch Arbeit möglichst viele Flüchtlinge zu erreichen.

"Wir erleben zunehmend, dass die Aufregung und Hektik der Anfangszeit einem geregelten Verfahren weicht", sagt Lothar Terodde, Kreisgeschäftsführer des DRK. In einer neuen Datenbank sollen die hilfesuchenden Personen sowie Unternehmen erfasst werden, die bereit sind, Flüchtlinge zu beschäftigen. Die Unternehmen können Praktikumsplätze, Lehrstellen und Stellenangebote angeben. Seit Juli wird diese Datenbank eingesetzt.

So soll das Ziel besser verfolgt werden können, die Flüchtlinge durch Arbeit zu integrieren. "Wir bündeln die Kräfte, wir bündeln die Kompetenzen", sagt Doris Schillings, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit der Region Aachen und Düren. Für die Zusammenarbeit wurden klare Schnittstellen zwischen den einzelnen Einrichtungen geschaffen. Wichtig sei es, die Flüchtlinge "möglichst schnell, möglichst dauerhaft in Jobs zu bekommen", sagt Christian Trox, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Heinsberg.

Vorteile sehen die Einrichtungen vor allem darin, dass die Flüchtlinge einfacher mehrere Angebote in Anspruch nehmen und gleichzeitig mehr Unternehmen erreicht werden können. "Der Kreis derer, der bereit ist, Flüchtlinge einzustellen, ist weitaus größer als bei uns erfasst ist", sagt Christian Trox, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Heinsberg. Durch die Zusammenarbeit mit dem DRK könnten auch dessen über 100 ehrenamtliche Helfer besser in der Flüchtlingsintegration und -qualifikation eingesetzt werden. Außerdem wolle man ein "Coach und Pate" für diese Menschen sein. So sei es durch die Zusammenarbeit einfacher, Menschen an ehrenamtliche Helfer des Roten Kreuzes zu vermitteln, nachdem sie beispielsweise über das Jobcenter einen Arbeitsplatz gefunden haben. Aktuell seien bei der Agentur für Arbeit Aachen-Düren rund 100 Arbeitgeber registriert, die Flüchtlinge suchen, sagt Doris Schillings.

Darüber hinaus hat das DRK begonnen, im Kreisgebiet sogenannte "Kristallisationspunkte" aufzubauen, um die Angebote zu dezentralisieren und einen besseren Kontakt zu den Flüchtlingen herzustellen. In Gerderath und Heinsberg sowie in der Erkelenzer Zentrale haben Mitarbeiter bereits die Arbeit aufgenommen. Zwei weitere Kristallisationspunkte soll es in Hückelhoven und Geilenkirchen geben.

Bereits im Dezember hatten das Jobcenter, die Agentur für Arbeit sowie die Städte/Gemeinden im Kreis im Heinsberger Jobcenter einen "Integration Point" eingerichtet, um Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive frühzeitig in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren.

Quelle: RP
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