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Erkelenz
"Positives Gründerklima schaffen"

Erkelenz. Die "Startercenter NRW" sind seit zehn Jahren zentrale Anlaufstellen für Existenzgründer im Raum Aachen, Heinsberg, Euskirchen und Düren.

Seit zehn Jahren gibt es in der Gründerregion Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg die "Startercenter NRW", die zentrale Anlaufstellen für Existenzgründer aus diesem Wirtschaftsraum sind. In dieser Zeit haben sich mehr als 19.500 Gründungsinteressierte an die insgesamt fünf regionalen Startercenter gewandt und vor allem die Existenzgründerseminar "Existenzia" rege nachgefragt. Bis heute haben sich mehr als 13.000 Gründungswillige in dem dreistündigen Kompaktseminar über die Herausforderungen, aber auch Anforderungen einer Selbstständigkeit informiert. Die nachfolgenden Individualberatungen, in der mit einem Berater ein Geschäftsplan entwickelt und überprüft wird, wurden rund 11.000 Mal von Gründern in Anspruch genommen. Den abschließenden Schritt in die Gründung wagten daraufhin nach vorsichtigen Schätzungen der Gründerregion rund 7.800 Unternehmer mit Hilfe der Startercenter.

Glückwünsche vom NRW-Wirtschaftsministerium zum Jubiläum gab es kürzlich während der Gründermesse "Aufbruch" in Aachen. Die Marke Startercenter sei etabliert im Land, und "Aachen ist der Mercedes unter den Startercentern", erklärte Dr. Michael Henze in einer Pressemitteilung der Gründerregion. Der Leiter der Abteilung Strukturpolitik, Mittelstand und Handwerk lobte darin auch die qualitativ hochwertige Beratung der Startercenter: "Gut beratene Gründungen halten länger." Und viele Neugründungen seien gut für Wachstum und Beschäftigung. "Mit 88.000 Gründungen 2016 sind wir bundesweit an der Spitze", sagte der nordrhein-westfälische Ministerialdirigent. Er erklärte aber ebenfalls, dass es auch die Pflicht eines guten Beraters sei abzuraten, wenn eine Existenzgründung ohne Erfolgsaussicht sei.

Seit 2010 sinkt die Gründungsdynamik in der Region Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung kontinuierlich laut Monitoring-Bericht, den die Handwerkskammer Aachen jährlich herausgibt, bilanzierte die Gründerregion. Diese Entwicklung sei jedoch nicht spezifisch für die Region. Um das Potenzial von Führungskräften, die auch vielversprechende Gründer seien, sei ein Wettstreit in der Wirtschaft entbrannt. "Ob die leichte Verbesserung bei den Neuanmeldungen im Jahr 2016 mit 0,76 Prozent gegenüber dem Vorjahr eine nachhaltige Trendwende einleitet, lässt sich noch nicht mit Sicherheit sagen. Zumindest stimmt sie optimistisch", sagte Friedrich-Wilhelm Weber von der Handwerkskammer, der die zentrale Leitung der Startercenter NRW in der Gründerregion innehat. Dennoch sehe er Handlungsbedarf für neue Gründerpotenziale auf allen Ebenen: "Trotz der unbestreitbaren Verbesserung der Gründungssituation in der Region Aachen reichen die bisherigen Anstrengungen nicht aus." Christian Laudenberg, Geschäftsführer Gründerregion Aachen, bewarb in diesem Zusammenhang die "Existenzgründung als echte Alternative. Wir müssen ein positives Gründerklima schaffen und zählen da auch auf die neue Landesregierung."

(spe)
 
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