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Kreis Heinsberg
Pusch dankt für gelebte Willkommenskultur

Kreis Heinsberg: Pusch dankt für gelebte Willkommenskultur
Kreis Heinsberg. Die Flüchtlingsthematik war für den Kreis Heinsberg die größte Herausforderung im Jahr 2015. Das sagte Landrat Stephan Pusch in seine Rede zum Jahresabschluss im Heinsberger Kreistag.

"Ich bin sehr stolz darauf, wie unsere Verwaltung die damit verbundenen Aufgaben bewältigt hat", sagte Landrat Stephan Pusch zum Jahresabschluss.

Der Kreis Heinsberg hatte im Spätsommer einen Krisenstab eingerichtet, nachdem das Land NRW im Rahmen der Amtshilfe die Einrichtung von Notunterkünften zur Erstaufnahme von Flüchtlingen forderte. In der früheren Britenwohnsiedlung Petersholz, wo sich in Regie des Landes trotz gegenteiliger Ankündigungen der Bezirksregierung Köln zuvor monatelang nichts tat, richtete der Kreis Heinsberg in kürzester Zeit 328 Plätze für Flüchtlinge ein. Auf dem Gelände der Selfkant-Kaserne in Geilenkirchen-Niederheid kamen weitere 200 Plätze hinzu, zum Ende des Jahres 2015 kann der Kreis Heinsberg rund 640 Plätze anbieten. Außerdem richtete der Kreis kurzfristig zwei Turnhallen des Berufskollegs Erkelenz vorübergehend als Notunterkunft ein. Für das außergewöhnliche Engagement spricht der Landrat neben den professionellen Helfern auch den vielen Ehrenamtlichen in den Bereichen Betreuung, Übersetzung und Spenden seinen ausdrücklichen Dank aus. "Ebenfalls danken möchte ich der Bevölkerung des Kreises Heinsberg, die mit unzähligen Spenden und Hilfsangeboten für eine gelebte Willkommenskultur gesorgt hat. In seinem Jahresrückblick erinnerte Pusch auch an die Beteiligung des Kreises sowie der Stadt Hückelhoven an den Baukosten für die Landstraße 117neu. Mit Unterzeichnung der Vereinbarung habe das Projekt nach vorne gebracht werden können. Die Ansiedlung des Logistikzentrums der Firma Jago wenig später könne als Bestätigung für den Schritt pro L117n gewertet werden. "In Hückelhoven werden nicht nur 800 neue Arbeitsplätze entstehen, sondern auch eine Entlastung der Menschen, die entlang der alten L117 wohnen und leben, geschaffen. So sieht pragmatisches politisches Handeln aus", sagte der Landrat. Auch beim Bauprojekt "Rurbrücke" in Heinsberg-Kempen habe Pragmatismus im Vordergrund gestanden. Gutes Verwaltungshandeln habe sich außerdem in der Übernahme der Trägerschaft der Förderschulen durch den Kreis Heinsberg gezeigt. Den geplanten Neubau des Feuerschutzzentrums in Erkelenz bezeichnete Pusch als "weiteren logischen Schritt in der Anpassung der Infrastruktur im Bereich Feuerschutz und Rettungsdienst". Der Neubau sei zwingend notwendig.

Zum Defizit beim Museum Begas Haus meinte Pusch: "Leider hat eine finanzielle Schieflage dafür gesorgt, dass das Museum nicht nur aufgrund seines vorzüglichen Inhalts in die Schlagzeilen geriet." Der Landrat dankte der Politik, dass "schnell und lösungsorientiert gehandelt werden konnte".

Wichtig sei es mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft gewesen, eine Stabsstelle für Demografie und Sozialplanung einzurichten und das Bürger-Service-Center (BSC) im Kreishaus neu zu organisieren.

(hec)
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