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Kreis Heinsberg
Qualität von Backwaren bescheinigt

Kreis Heinsberg: Qualität von Backwaren bescheinigt
Prüften das Gebäck (v.l.): Johannes Willms, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Edwin Mönius, Obermeister der Bäcker-Innung, Karl-Ernst Schmalz, Qualitätsprüfer des Deutschen Brotinstituts, Josi Tholen, stellvertretende Filialleiterin der Kreissparkasse in Geilenkirchen, und Jürgen Stassen, Bäckermeister aus Süsterseel. FOTO: KREISSPARKASSE
Kreis Heinsberg. Erstmals fand eine öffentliche Stollen- und Weihnachtsgebäckprüfung in einer gemeinsamen Veranstaltung statt: 86 Prozent der Handwerkserzeugnisse erhielten von den Prüfern die Noten gut und sehr gut. Von Nicole Peters

Die öffentliche Stollen- und Weihnachtsgebäckprüfung der Bäcker-Innung Heinsberg in der Filialdirektion der Kreissparkasse Heinsberg stellte für Kunden und Mitarbeiter eine erste frühe Einstimmung auf die Weihnachtszeit dar: Der Duft von 20 Stollen und 29 Weihnachtsgebäcken lag zeitweilig in der Luft, und es konnten einige Backwaren probiert werden. 15 von 31 Mitgliedsbetrieben der Innung hatten sich an der jährlichen Stollenprüfung, die erstmals Weihnachtsgebäck einschloss, beteiligt.

Und 86 Prozent der Handwerkserzeugnisse erhielten die Noten gut (17 Teilnehmer 90 bis 99 Punkte) oder sehr gut (25 Teilnehmer 100 Punkte) sowie wurden sieben Beiträge nicht prämiert (unter 89 Punkten) - eine Bewertung, die nach Ansicht der Prüfungsdurchführenden von einer tollen Qualität zeugte. "Wir sind gerne in den Filialen der Kreissparkasse und wandern mit den Prüfungen durch den ganzen Kreis", sagte Obermeister Edwin Mönius beim Pressegespräch nach der Begrüßung durch stellvertretende Filialleiterin Josi Tholen. Obwohl die Kundenfrequenz aufgrund von Online-Banking und Automaten nicht mehr so hoch wie früher sei, sei es trotzdem eine gelungene Veranstaltung gewesen. Dabei seien erstmals Stollen in Verbindung mit Weihnachtsgebäck geprüft worden.

Zu letzterem lagen die Ergebnisse vom Qualitätsprüfer des Deutschen Brotinstituts Berlin/Weinheim, Karl-Ernst Schmalz, etwas schneller vor. Schon beim Herausnehmen von Printen, Florentinern oder Zimtsternen konnte er die jeweilige Struktur neben dem Geschmackstest beurteilen. "Wir werden noch eine Manöverkritik abhalten, ob wir zukünftig wieder je einen Tag Stollen und den anderen Tag Brot prüfen", erläuterte Mönius. So würde sichergestellt, dass Betriebe durch die Teilnahme an drei aufeinander folgenden Jahren Goldmedaillen erhalten können. In diesem Fall fielen Gebäck und Brötchen weg.

Die eingereichten Rheinischen Stollen sowie Christ- oder Amarenastollen waren aufgrund der mindestens sieben- bis 14-tägigen Lagerung nachgereift und hatten ihre Aromen voll entfaltet. Karl-Ernst Schmalz stellte durchweg eine Qualität fest, die deutlich über den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Mindestanforderungen lag. Die Produkte der Bäcker, die oftmals nach überlieferten regionalen Rezepten backen, zeichneten sich durch überdurchschnittlich hohe Fett- und Früchteanteile und hochwertige Zutaten aus, sagte er. Ein Vorgehen, mit dem sie einen besonders saftigen und delikaten Geschmack erzeugen. Sowohl Form und Aussehen (Gewichtungsfaktor 3), als auch Oberflächen- und Krusteneigenschaft (3), Lockerung und Krumenbild (2), Struktur und Elastizität (3) als auch Geruch und Geschmack (9) zog Schmalz bei der sensorischen Bewertung und Beurteilung als Prüfungskriterien heran. Diese orientieren sich an den Richtlinien der "Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft" (DLG).

"Wir sind dieses Jahr sehr früh dran", bemerkte Edwin Möbius, der dies als Vorteil ansah, "falls es Fehler gab, haben die Bäcker sie aufgezeigt bekommen, können etwas ändern und zur Weihnachtszeit erstklassige Stollen backen."

Quelle: RP
 
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