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Heinsberg
Seit 30 Jahren aktiv für Tierschutz

Heinsberg: Seit 30 Jahren aktiv für Tierschutz
FOTO: Speen
Heinsberg. Das Tierheim in Heinsberg spricht in seinem Jubiläumsjahr von stark gestiegenen Kosten, neuen Vorhaben und die über den Internetverkauf gesunkene Hemmschwelle, sich ein Tier anzuschaffen, das später lästig werde. Von Laura Dohmen

Fast genau 30 Jahre ist es her, dass das Tierheim in Heinsberg-Kirchhoven eröffnet wurde. Seitdem hat sich vieles in dem Gebäude und auf dem Gelände ringsum verändert. Mit viel Engagement hat der Tierschutzverein das Heim saniert, erweitert und umgebaut, denn "Tierschutz ist bis heute immer noch sehr nötig", sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Kreis Heinsberg Bianka Mai. "Verglichen mit der Situation vor 30 Jahren haben sich die Kosten verdreifacht", schätzt Bianka Mai. Der Tierschutzverein habe daher Spenden dringend nötig. Vor allem die Anforderungen für die Unterbringung und Betreuung hätten sich seitdem stark verändert, erklärte sie, "aber das ist ja auch richtig so."

Daher setzt der Verein seine Arbeit zur Verbesserung des Tierheims im Ortsteil Kirchhoven kontinuierlich fort. Erst im Oktober 2016 konnte das neue Katzenhaus eröffnet werden. Dieser speziell umgebaute Container bietet die Möglichkeit, Katzen in Einzelhaltung unterzubringen. Außerdem hat der Verein auf dem Gelände einen Katzenauslauf geschaffen.

Wilfried Heinrichs besucht mit seinen Söhnen Lukas und Philipp das Tierheim in Heinsberg-Kirchhoven. Die schauen sich am Zwinger "Aki"an, ein Akita Inu, eine japanische Hunderasse. FOTO: JÜRGEN Laaser

Nach der Gründung des Tierschutzvereins Heinsberg im Jahr 1975 wurde das Tierheim am 27. Mai 1987 eröffnet. Gebäude und Gelände an der Stapper Straße in Heinsberg-Kirchhoven bieten Platz für etwa 70 Katzen, 35 Hunde sowie einige Kleintiere. Derzeit sind etwa 120 Tiere dort untergebracht.

Hunden steht eine große Wiese neben dem Tierheim zur Verfügung. Dort will der Verein eine Zaunanlage errichten und das Gelände damit unterteilen. Ein Modell der Anlage gibt es schon. Der Bau solle zum Jubiläumstag des Tierheims am 27. Mai begonnen werden, verrät Mai. Außerdem ist geplant, die Auslaufbereiche mit Überdachungen und Liegepodesten auszustatten.

Daran, dass Tiere auf diese Arbeit des Vereins angewiesen sind, hat sich seit der Eröffnung nichts geändert. Im Gegenteil: Vor allem aufgrund der im Internet sehr geringen Anschaffungskosten sinke die Hemmschwelle, lästig gewordene Tiere "loszuwerden", sagt die Vorsitzende. Dieses Problem gebe es nicht nur zur Ferienzeit.

Daher ist der Verein fest entschlossen, seine Arbeit fortzusetzen. "Schlaflose Nächte hat man manchmal schon, wenn man sich so etwas traut", gesteht Mai. Aber das nehme man gerne in Kauf, und schließlich konnte sich der Verein bis jetzt auch immer auf die Unterstützung von außen verlassen.

Quelle: RP
 
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