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Hückelhoven/Wassenberg/Erkelenz
So haben die Partnerstädte gewählt

Hückelhoven/Wassenberg/Erkelenz: So haben die Partnerstädte gewählt
In Breteuil liegt Bruno Le Maire (re.) vorn. Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen (li.) kennt den Neuen in Macrons Minister-Riege vom Partnerschaftsjubiläum 2012. FOTO: PRIVAT (ARCHIV)
Hückelhoven/Wassenberg/Erkelenz. Wahlgang für die Abgeordnetenkammer und in Großbritannien. Wer geht in die Stichwahl? Von Willi Spichartz

In den Partnerstädten Breteuil, Pontorson und St. James in Frankreich lagen im ersten Wahlgang für die Abgeordnetenkammer die Kandidaten der Macron-Partei REM, Republique en Marche, vorn, müssen aber in ihren Wahlkreisen in die Stichwahl am Sonntag. Nur in Breteuil kam die Kandidatin des Front National auf den zweiten Rang, in Pontorson und St. James der Kandidat der LR, Republikaner.

Bei den Unterhauswahlen in Großbritannien lag in Hückelhovens Partnerstadt Hartlepool in Nordengland Labour deutlich vorn, im Partnerkreis Midlothian in Schottland Labour ebenfalls, aber knapp. Im Wahlkreis von Wassenbergs Partnerstadt Highworth waren die Konservativen deutlich vor.

In Hückelhovens Partnerstadt Breteuil konnte der Front National im Gegensatz zur Präsidentenwahl nicht reüssieren, seine Kandidatin Fabienne Delacour landete auf dem zweiten Rang mit 380 Stimmen (28,29 Prozent). Interessant, dass hier mit Bruno Le Maire ein Kandidat der Macron-Partei REM, République en marche, mit 40,36 Prozent (542 Stimmen) vorn liegt, der kurz zuvor noch Politiker der Sarkozy-Partei Les Républicains, gewesen ist, von Macron aber bereits zum Super-Minister für Wirtschaft und Finanzen gemacht wurde. Dritter in Breteuil mit 12,51 Prozent wurde der Linkskandidat Michael Després von der Partei La France insoumise (Das aufsässige Frankreich) des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Jean Luc Mélenchon.

Die Kandidatin der ansonsten in der Kommunalpolitik in Breteuil dominierenden LR, Coumba Dioukhané, wurde mit 4,47 Prozent, 60 Stimmen, lediglich fünfte. Die in der Republik bisher regierende Sozialistische Partei, PS, hatte im Wahlkreis, zu dem Breteuil gehört im Departement Eure, nicht einmal einen eigenen Kandidaten. Bruno le Maire und Fabienne Delacour gehen nächsten Sonntag in die Stichwahl.

Auch in Wassenbergs Partnerstadt Pontorson im Departement Manche an der Grenze der Normandie/Bretagne lag mit Bertrand Sorre der Kandidat der REM vorn, 676 Stimmen, 42,49 Prozent, gefolgt vom LR-Mann Guenhael Huet mit 383 Stimmen und 24,07 Prozent. Es folgt Marie-Francoise Kurdziel vom FN mit 241 Stimmen und 15,15 Prozent. Auch in diesem Wahlkreis hatte die PS keinen eigenen Kandidaten, der Linkskandidat der FI kam auf den vierten Rang.

In der Erkelenzer Partnerstadt St. James im Departement Manche und im gleichen Wahlkreis wie Pontorson kamen die ersten vier Kandidaten in der gleichen Reihenfolge ein, allerdings unterschieden sich Sorre und Huet hier nur um 1,3 Prozentpunkte, 36,97 zu 35,94 Prozent oder 685 zu 666 Stimmen. In St. James beteiligten sich mit 53,18 Prozent die meisten Wähler, Pontorson folgt unter den Partnerstädten mit 50,40 Prozent, Breteuil kam auf nur 46,27 Prozent. Auch in diesem Wahlkreis in Manche gehen die beiden Erstplazierten, Sorre und Huet, nächsten Sonntag in die Stichwahl, da niemand im ersten Wahlgang 50 Prozent und eine Stimme erzielte.

In der nordenglischen Hafenstadt Hartlepool, alte Labourhochburg, gewann die Partei von Führer Jeremy Corbyn 16,9 Prozent hinzu und kam auf 52,5 Prozent, Theresa Mays Konservative kamen mit Zugewinnen auf 34,2 Prozent, die EU-Ablehner der UKIP, United Kingdom Independence Party, sackten stark auf 11,5 Prozent ab. Im Wahlkreis Swindon (Südwest-England) mit Wassenbergs Partnerstadt Highworth kamen die Konservativen mit leichten Zugewinnen auf 53,6 Prozent, Labour mit starken Gewinnen auf 38,4. Die UKIP hat nur noch 2,8 Prozent, vorher 15,3 Prozent. Im südschottischen Partnerdistrikt des Kreises Heinsberg, Midlothian, siegte Labour wieder mit einem Zuwachs von 6,2 auf 36,4 Prozent und jagte ihn der Schottischen National-Partei (SNP) nach deren Verlusten von 16,2 auf 34,4 Prozent wieder ab. Die Konservativen gewannen zwar 13,5 Prozent hinzu, blieben aber mit 25,4 Prozent auf Rang drei. Stichwahlen sind in Großbritannien nicht vorgesehen - es gewinnt in dem einen Wahlgang der Kandidat mit den meisten Stimmen.

Quelle: RP
 
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