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Kreis Heinsberg
Sozialdemokraten beraten mit Belgiern über Kraftwerk

Kreis Heinsberg. Deutsche Sorgen zu Atomkraftwerk Tihange mitgeteilt.

Das Atomkraftwerk im belgischen Tihange - das den Menschen unter anderem aus dem Kreis Heinsberg aufgrund aufgetretener Probleme Sorgen bereitet - war Thema eines Treffens von deutschen SPD-Politikern mit der Spitze der sozialistischen Fraktionen des belgischen Föderalparlaments unter der Leitung des Fraktionsvorsitzenden und früheren belgischen Premierministers Elio di Rupo. Ralf Derichs nahm für die SPD im Kreis Heinsberg teil.

Die deutschen Sozialdemokraten, die dem nordrhein-westfälischen Landtag oder hiesigen kommunalen Parlamenten angehören, waren mit dem Ziel in das belgische Nationalparlament gereist, erstmals einen Lösungsansatz für den in beiden Staaten diskutierten belgischen Atomausstieg zu finden, möglicherweise einen internationalen, erklärte die SPD anschließend in einer Pressemitteilung. Die Zeit der "erhobenen Zeigefinger" von deutscher Seite solle überwunden werden. Die belgischen Sozialisten hätten diesen kooperativen Ansatz sehr begrüßt und seien stark daran interessiert gewesen, "auch die Sorgen der deutschen Bevölkerung in ihre politische Arbeit zu integrieren". Vereinbart wurde nach SPD-Angaben "eine strategische Kooperation der drei sozialdemokratischen Parteien", die zunächst kurzfristig drei Ziele erreichen will: Herstellung völliger Transparenz in Sachen Sicherheit im Bereich der belgischen Kernenergieanlagen; intensiver Austausch zwischen den sozialdemokratischen Fraktionen auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene; Garantie der Energieversorgungssicherheit Belgiens auf dem Weg zum endgültigen Atomausstieg durch eine enge Kooperation mit NRW und der zügigen Errichtung mindestens einer Stromtrasse.

Dazu erklärte Ralf Derichs, Fraktionsvorsitzender der SPD im Heinsberger Kreistag: "Wegen der Nähe zu Tihange hat der Kreis Heinsberg ein besonderes Interesse an der Diskussion um einem Atomausstieg in Belgien. Die vereinbarte Zusammenarbeit der sozialdemokratischen Schwesternparteien ist ein wichtiger Schritt auf den Weg zu mehr Sicherheit, auch hier bei uns."

(spe)
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