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Erkelenz
Sparkasse schließt 2015 erfolgreich ab

Erkelenz: Sparkasse schließt 2015 erfolgreich ab
Für die Kreissparkasse Heinsberg war 2015 ein gutes Jahr. Der Vorstand stellte gestern den Jahresbericht vor (v.l.): Dr. Richard Nouvertné, Thomas Pennartz und Hans-Josef Mertens. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Wachstum allenthalben. Termin- und Sichteinlagen erstmals bei über einer Milliarde Euro. Sparkassenbriefe derzeit weniger interessant. Ausschüttung an die Träger möglich. Gesellschaftlicher Auftrag der Sparkasse aktueller denn je. Von Andreas Speen

Allenthalben Wachstum. So lässt sich das vergangene Jahr für die Kreissparkasse Heinsberg in wenigen Worten zusammenfassen. Bei nur einigen Werten in der Jahresbilanz, die gestern in Erkelenz veröffentlicht wurde, mussten rückläufige Entwicklungen vermerkt werden. Die Kerndaten benannte Thomas Pennartz, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse: "Wir freuen uns über Zuwächse im Kreditgeschäft von mehr als 46 Millionen Euro und bei den Kundeneinlagen von fast 33 Millionen Euro. Unsere Bilanzsumme stieg auf mehr als 3,1 Milliarden Euro, was einem gut zweiprozentigen Zuwachs entspricht."

Um drei Prozent ist die Anzahl der Girokonten auf 109.000 gestiegen. Die Spareinlagen nahmen um 16,4 Millionen Euro auf 956,7 Millionen Euro zu und die Termin- und Sichteinlagen, zu denen Giro- und Termingelder mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr gehören, um 74,6 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro. "Zum ersten Mal", wie Sparkassenvorstand Dr. Richard Nouvertné erklärte. Die Kredite an Kunden stiegen um 46,3 Millionen auf 2,5 Milliarden Euro, darunter die an Privatpersonen vor allem für den Immobilienerwerb um 27,6 auf 940 Millionen Euro. Außerdem wurden mehr Lebensversicherungen als im Vorjahr vermittelt (1931 zu 1657) wie ebenso mehr Sachversicherungen (2569 zu 2193). "Beide Bereiche sind sehr erfreulich gelaufen", erklärte Pennartz. Sie stellten für die Kreissparkasse jedoch lediglich "ein ergänzendes Geschäft" dar: "Wir versuchen aber, unsere Kunden ganzheitlich zu beraten und möglichst langfristig abzusichern." Rückläufig seien aufgrund der Zinslage hingegen Sparkassenbriefe gewesen. Auch wurden an öffentliche Haushalte neun Millionen Euro weniger Kredite vergeben (insgesamt 142,2 Millionen Euro).

Nach Steuern dürfte die Kreissparkasse Heinsberg, so die Prognose des Vorstands, einen rund zehn Millionen Euro großen Jahresüberschuss erwirtschaftet haben. Damit werde das Eigenkapital gestärkt, es sei aber auch eine Ausschüttung an die Träger, den Kreis Heinsberg und die Stadt Erkelenz, in Höhe von wieder einer Million Euro vorgesehen. Diese und eineinhalb weitere Millionen Euro kommen somit indirekt oder direkt den Menschen im Kreis Heinsberg zugute: Die Kreissparkasse und deren Stiftungen förderten Brauchtum, Sport und Kultur im vergangenen Jahr mit dieser Summe, wobei 60.000 Euro mehr als 2014 geflossen sind. Rechne man die Ausschüttung, die Förderungen, die Steuerzahlungen in Höhe von mehr als acht Millionen Euro, die ausgezahlten Gehälter von 28,6 Millionen Euro, ergebe sich für das regionale Gemeinwesen ein Beitrag in Höhe von 39 Millionen Euro, bilanzierte Thomas Pennartz. Dass der "gesellschaftliche Auftrag der Sparkassen aktueller denn je ist", hob Pennartz ergänzend hervor: "Wir führen mittlerweile über 9000 Bürgerkonten für Menschen, denen es finanziell nicht so gut geht und die sonst kein Giro-Konto bekämen. Und den Kommunen unseres Kreises helfen wir in der Flüchtlingsarbeit, Auszahlungen an die Asylbewerber durchzuführen, in Erkelenz beispielsweise jeden Samstagmorgen."

Quelle: RP
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